Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Gebärmuttersenkung, Scheidensenkung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (29. Januar 2014)

Eine Gebärmuttersenkung geht mit einer Scheidensenkung einher und kann entstehen, wenn sich der Halte- und Stützapparat der inneren weiblichen Geschlechtsorgane lockert – insbesondere die Beckenbodenmuskulatur. Dadurch verändern die beiden Organe ihre Position und senken sich in Richtung Scheidenausgang.

Die Gebärmutter ist an Bändern elastisch im Becken aufgehängt und wird von unten durch den Beckenboden stabilisiert. Im Laufe des Lebens oder durch Schwangerschaften können Beckenbodenmuskulatur und Bänder schwächer werden. Dadurch senken sich Gebärmutter und Scheide ab. Eine leichte Gebärmuttersenkung oder Scheidensenkung im Lauf des Lebens ist normal und verursacht häufig keine Symptome. Übersteigt die Senkung aber das "normale" (physiologische) Maß, kann sie Beschwerden wie Druck- und Senkungsgefühl, Kreuzschmerzen oder Probleme beim Wasserlassen (anfangs unwillkürlicher Harnabgang) verursachen.

Weitere Risikofaktoren für eine Gebärmuttersenkung beziehungsweise Scheidensenkung sind

  • Bindegewebs- und Muskelschwäche,
  • komplizierte oder schnell aufeinander folgende Geburten und
  • Übergewicht.

Um einer Gebärmuttersenkung vorzubeugen und leichtere Formen zu behandeln, ist vor allem Beckenbodentraining geeignet. Es ist außerdem sinnvoll, ein normales Gewicht einzuhalten und regelmäßig Sport zu treiben. Tritt dennoch eine Gebärmuttersenkung auf, können auch hormonhaltige Gels oder Salben helfen.

Bei einer Gebärmuttersenkung und anhaltenden Beschwerden ist jedoch eine Operation (z.B. Scheidenplastik oder Gebärmutterentfernung) nötig. Unter bestimmten Umständen kann eine sogenannte Pessarbehandlung sinnvoll sein: Pessare sind schalen-, ring- oder bügelförmig und bestehen zum Beispiel aus Porzellan oder Hartgummi. Das Pessar wird in die Scheide eingeführt und lindert die Beschwerden, indem es die Gebärmutter stützt.






Anzeige