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Gebärmuttersenkung, Scheidensenkung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (17. März 2015)

Eine Gebärmuttersenkung (Descensus uteri) bezeichnet das Absinken der Gebärmutter aus ihrer normalen Lage im Becken. Oft geht sie mit einer Scheidensenkung (Descensus vaginae) einher. Die Geärmuttersenkung kann entstehen, wenn sich der Halte- und Stützapparat der inneren weiblichen Geschlechtsorgane lockert – insbesondere die Beckenbodenmuskulatur. Dadurch verändern Gebärmutter und Vagina ihre Position und senken sich in Richtung Scheidenausgang.

Die Gebärmutter ist an Bändern elastisch im Becken aufgehängt (Halteapparat) und wird von unten durch den Beckenboden stabilisiert (Stützapparat). Im Laufe des Lebens oder durch Schwangerschaften und Geburten können Beckenbodenmuskulatur und Bänder schwächer werden. Dadurch senken sich Gebärmutter und Scheide ab. Eine leichte Gebärmuttersenkung oder Scheidensenkung im Lauf des Lebens ist normal und verursacht häufig keine Symptome. Übersteigt die Senkung aber das "normale" (physiologische) Maß, kann sie Beschwerden wie Druck- und Senkungsgefühl, Kreuzschmerzen oder Probleme beim Wasserlassen, vor allem unwillkürlichen Harnabgang, verursachen.

Weitere Risikofaktoren für eine Gebärmuttersenkung beziehungsweise Scheidensenkung sind

  • Bindegewebs- und Muskelschwäche,
  • komplizierte oder schnell aufeinander folgende Geburten,
  • Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas),
  • schwere körperliche Arbeit und
  • chronische Verstopfung oder chronischer Husten.

Um einer Gebärmuttersenkung vorzubeugen und leichtere Formen zu behandeln, ist vor allem Beckenbodentraining geeignet. Mit entsprechenden Übungen lässt sich so der Stützapparat kräftigen. Es ist außerdem sinnvoll, ein normales Gewicht einzuhalten und regelmäßig Sport zu treiben. Tritt dennoch eine Gebärmuttersenkung auf, können auch hormonhaltige Gels oder Salben gegen manche der begleitenden Beschwerden helfen.

Bei einer Gebärmuttersenkung und anhaltenden Beschwerden ist jedoch eine Operation (z.B. Scheidenplastik oder Gebärmutterentfernung) nötig. Unter bestimmten Umständen kann eine sogenannte Pessarbehandlung sinnvoll sein: Pessare sind schalen-, ring-, würfel- oder bügelförmig und bestehen zum Beispiel aus Porzellan oder Hartgummi. Das Pessar wird in die Scheide eingeführt und lindert die Beschwerden, indem es die Gebärmutter stützt.



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