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Forenexperte: Dirk Glöckner
Forum Gynäkologie
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Stand: 31. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine Gebärmuttersenkung und Scheidensenkung entsteht durch eine Lockerung des Halte- und Stützapparats der inneren weiblichen Geschlechtsorgane – insbesondere der Beckenbodenmuskulatur. Dadurch verändern die beiden Organe ihre Position.
Die Gebärmutter ist an Bändern elastisch im Becken aufgehängt und wird von unten durch den Beckenboden stabilisiert. Im Laufe des Lebens oder durch Schwangerschaften können Beckenbodenmuskulatur und Bänder schwächer werden. Dadurch senken sich Gebärmutter und Scheide ab – eine geringe Gebärmuttersenkung beziehungsweise Scheidensenkung im Laufe des Lebens ist normal. Eine leichte Gebärmuttersenkung oder Scheidensenkung verursacht häufig keine Symptome. Übersteigt die Senkung aber das physiologische Maß, kommt es zu Beschwerden wie Druck- und Senkungsgefühl, Kreuzschmerzen oder zu Problemen beim Wasserlassen (anfangs unwillkürlicher Harnabgang).
Weitere Risikofaktoren für eine Gebärmuttersenkung beziehungsweise Scheidensenkung sind Bindegewebs- und Muskelschwäche, komplizierte oder schnell aufeinander folgende Geburten und Übergewicht.
Um einer Gebärmuttersenkung beziehungsweise Scheidensenkung vorzubeugen und leichtere Formen zu behandeln, empfiehlt sich vor allem Beckenbodentraining. Um einer Gebärmuttersenkung beziehungsweise Scheidensenkung vorzubeugen, ist es außerdem sinnvoll, ein normales Gewicht einzuhalten und regelmäßig Sport zu treiben. Tritt dennoch eine Gebärmuttersenkung auf, sind auch hormonhaltige Gels oder Salben zur Therapie geeignet. Bei anhaltenden Beschwerden und schweren Fällen von Gebärmuttersenkung oder Scheidensenkung ist jedoch eine Operation (z.B. Scheidenplastik oder Gebärmutterentfernung) nötig. Unter bestimmten Umständen kann eine sogenannte Pessarbehandlung sinnvoll sein: Pessare sind schalen-, ring- oder bügelförmig und bestehen aus Porzellan, Hartgummi oder Ähnlichem. Das Pessar wird in die Scheide eingeführt und stützt die Gebärmutter etwas ab. Dadurch lindert es die Beschwerden der Gebärmuttersenkung beziehungsweise Scheidensenkung.
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