Gebärmutter­krebs (Endometrium­karzinom) : Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (02. März 2016)

Gebärmutterkrebs ist eine bösartige Tumorerkrankung, die meist von den Zellen der Gebärmutterschleimhaut ausgeht. Aus der Sammelbezeichnung "Karzinom" für bösartige Geschwulste von zum Beispiel Haut und Schleimhautgewebe und dem lateinischen Namen "Endometrium" für Gebärmutterschleimhaut ergibt sich der Fachbegriff Endometriumkarzinom für diesen Tumor. Aber auch die Begriffe Uteruskarzinom oder Korpuskarzinom sind geläufig.

Man unterscheidet zwei Typen von Gebärmutterkrebs:

  • Typ-I-Karzinom: Östrogenabhängiges Karzinom, welches von Hormonen beeinflusst wird
  • Typ-II-Karzinom: Östrogenunabhängiges Karzinom, welches unabhängig von Hormonen wächst

Anatomie

Die Gebärmutter ist Teil der weiblichen Geschlechtsorgane. In ihr nistet sich die befruchtete Eizelle ein und wächst zu einem Fötus heran. Anatomisch unterscheidet man zwischen dem Gebärmutterkörper (Corpus) und dem Gebärmutterhals (Zervix). Der Gebärmutterhals ist das Verbindungsstück zwischen Scheide und Gebärmutterkörper. Am scheidennahen Ende des Gebärmutterhalses befindet sich der Muttermund (Portio). Am oberen Teil des Gebärmutterkörpers liegen zu beiden Seiten die Eileiter (Tuben).

Eine grafische Abbildung der weiblichen Geschlechtsorgane.

Aufbau der weiblichen Geschlechtsorgane

Die Schleimhaut der Gebärmutter unterscheidet sich vom Aufbau der Schleimhaut in der Vagina. Die Übergangszone zwischen diesen beiden verschiedenen Geweben liegt im Bereich des Muttermundes. Daher unterscheiden sich bösartige Tumoren der Gebärmutter deutlich von den Tumoren des Gebärmutterhalses (Zervixkarzinom).

Häufigkeit

In Deutschland erkrankten 2012 rund 11.000 Frauen an einem Endometriumkarzinom. Es ist die vierthäufigste Krebserkrankung bei Frauen und die häufigste der weiblichen Geschlechtsorgane. Die Häufigkeit steigt mit zunehmendem Alter an – im Durchschnitt sind die betroffenen Frauen 69 Jahre alt.


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