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Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)

Risikofaktoren

Stand: 4. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Risikofaktoren für die Entwicklung von Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) sind:

  • Rauchen und Passivrauchen: Krebserregende Abbauprodukte von Tabakrauch sind bei Raucherinnen in der Schleimhaut des Gebärmutterhalses in höherer Konzentration nachweisbar. Dadurch können Krankheitserreger wahrscheinlich leichter in die Schleimhautzellen eindringen. Im Vergleich zu Nichtraucherinnen steigt bei Raucherinnen das Risiko für Gebärmutterhalskrebs um 60 Prozent. Dabei erhöht sich das Risiko umso mehr, je mehr eine Frau raucht und je früher sie damit anfängt.
  • zusätzliche Infekte im Genitalbereich: Liegt bereits eine HPV-Infektion vor, können gleichzeitige Infektionen mit Geschlechtskrankheiten (z.B. Genitalherpes, Chlamydien) das Risiko einer Krebsentstehung erhöhen.
  • Immunschwäche: Ist das Immunsystem der Frau geschwächt, steigt das Risiko einer HPV-Infektion bzw. generell für Infektionen. Ein geschwächtes Immunsystem kann z.B. vorliegen bei einer HIV-Infektion oder weil die Frau Medikamente einnimmt, die das Immunsystem unterdrücken (z.B. nach einer Organtransplantation). Das geschwächte Immunsystem ist dann nicht in der Lage, ausreichend auf das Virus zu reagieren.
  • Verhütung mit hormonellen Mitteln: Wenden Frauen längere Zeit hormonelle Verhütungsmittel (z.B. die sog. Pille) an, steigt dadurch möglicherweise das Risiko eines Gebärmutterhalskrebses. Ob wirklich die Hormone die Ursache sind, ist jedoch nicht vollkommen klar. Möglich wäre auch, dass die Verwendung der Pille Einfluss auf das Sexualverhalten hat und Frauen in der Folge z.B. weniger auf eine zusätzliche Verhütung mit Kondomen achten. Dies würde eine HPV-Infektion begünstigen.
  • mangelnde Hygiene, aber auch Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern steigern die Wahrscheinlichkeit einer HPV-Infektion und dadurch die Entstehung eins Zervixkarzinoms.
  • genetische Veranlagung: Unterschiede im eigenen Erbgut können bewirken, dass das Immunsystem das Virus nicht ausreichend bekämpft. Genetische Einflüsse scheinen jedoch keine vorrangige Rolle für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs zu spielen.

Weiterlesen: Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom): Symptome

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