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Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)

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Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom): Ursachen

(Stand: 11. November 2009)

Erreger

Als wichtigste Ursache für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) hat sich eine Infektion mit dem humanen Papillomavirus (HPV) herausgestellt. Die humanen Papillomaviren können unterschiedliche Erkrankungen (z.B. Hautwarzen oder Genitalwarzen) hervorrufen. Es gibt Untergruppen dieser Viren, die Krebs auslösen können. Vor allem der HPV-Typ 16 sowie HPV-Typ 18, die man auch Hochrisikotypen nennt, sind an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt. Mittlerweile ist eine molekulare Ursache für die Krebsentstehung durch diese Hochrisikoviren bekannt: Bestimmte Gene der humanen Papillomaviren (E6 und E7) bauen sich in das Erbgut der Schleimhautzellen des Gebärmutterhalses ein – durch ihre dauerhafte Aktivität kommt es dann zu bösartigen Veränderungen dieser Schleimhautzellen.

HPV-Übertragungsweg

Die HPV-Übertragung erfolgt vor allem über direkten Haut- oder Schleimhautkontakt, vor allem bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr. Infektionen mit HPV sind recht häufig: Etwa 80 Prozent der sexuell aktiven Bevölkerung machen im Laufe ihres Lebens eine HPV-Infektion durch. Meist heilt die Infektion jedoch nach 6 bis 18 Monaten ohne das Auftreten von Beschwerden aus. Nur bei etwa 10 Prozent der Infizierten verläuft die Infektion chronisch und das Virus verbleibt dauerhaft im Körper – und nur aus etwa 5 Prozent dieser chronischen Infektionen entwickelt sich über einen Zeitraum von mehreren Jahren möglicherweise ein Gebärmutterhalskrebs.

Da HPV sexuell übertragen wird, können naturgemäß auch Männer eine HPV-Infektion durchmachen beziehungsweise das Virus übertragen. Bei Männern verläuft die Infektion jedoch so unauffällig, dass die meisten Männer sie gar nicht bemerken. Männer übertragen das Virus deutlich seltener, wenn sie beschnitten sind.

Weiterlesen: Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom): Ursachen – Risikofaktoren

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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