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Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)ForumGebärmutterhals- krebs
Forenexperte: Dr. Meinhard Leuth
Forum Gebärmutterhalskrebs
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Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)OperationStand: 4. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz KonisationAbhängig vom Befund der Kolposkopie, also der Untersuchung des Gebärmutterhalses mit einer speziellen Lupe, richtet der Arzt die weitere Behandlung aus: Er entscheidet, ob eine Zerstörung des veränderten Gewebes, beispielsweise mit einem Laser (Laserchirurgie), ausreicht oder ob eine Konisation (ein operativer Eingriff) erforderlich ist. Mithilfe der Konisation lassen sich Vor- und Frühstadien des Gebärmutterhalskrebses entfernen. Bei einer Konisation entnimmt der Arzt ein kegelförmiges Gewebestück (Konus) mit dem veränderten Gewebe aus dem Gebärmutterhals (Portio). Dies ist auf verschiedene Weise möglich, etwa operativ mittels Skalpell als Messer-Konisation oder mithilfe einer elektrischen Schlinge, der sogenannten Schlingen-Konisation, LEEP. In beiden Fällen erfolgt die Gewebeentnahme von der Scheide her. Nimmt der Arzt eine Konisation vor, schabt er in der Regel auch gleichzeitig die Gebärmutterschleimhaut im Gebärmutterhals aus (Zervix-Kürettage). Dies soll verhindern, dass sich das bösartig veränderte Gewebe auf das Innere der Gebärmutter ausbreitet. Nach der Ausschabung regeneriert sich die Schleimhaut vollständig. Bei jungen Frauen versucht der Arzt, die veränderten Strukturen besonders gewebeschonend zu entfernen, um einen zukünftigen Kinderwunsch nicht zu beeinträchtigen. Während der Konisation befindet sich die Patientin in der Regel in einer kurzen Vollnarkose. Der Eingriff ist jedoch auch unter Betäubung nur der unteren Körperregionen (regionale Anästhesie) möglich. Nach der Konisation heilt die Wunde innerhalb von vier bis sechs Wochen ab. Auch eine HPV-Infektion ist dann normalerweise nicht mehr nachzuweisen. Gebärmutterentfernung (Hysterektomie)In weiter fortgeschrittenen Krebsstadien oder wenn Gebärmutterhalskrebs wiederholt auftritt, empfiehlt der Arzt meist eine Gebärmutterentfernung (Hysterektomie). Gebärmutter-Teilentfernung (Trachelektomie): Eine Gebärmutter-Teilentfernung kommt infrage, wenn das Zervixkarzinom bereits tieferliegende Gebärmutterbereiche befallen hat und eine Konisation zur Entfernung nicht ausreicht. Bei einer Teilentfernung ist es unter Umständen auch nach der Operation noch möglich, Kinder zu bekommen. Einfache Gebärmutterentfernung: Hierbei wird die komplette Gebärmutter entfernt sowie manchmal zusätzlich einzelne Lymphknoten. Anderes umliegendes Gewebe, wie der Halteapparat der Gebärmutter oder der obere Scheidenbereich, bleibt unangetastet. Vollständige Gebärmutterentfernung: Eine vollständige Gebärmutterentfernung ist notwendig, wenn sich der Gebärmutterhalskrebs auf größere Bereiche über die Gebärmutter hinaus ausgedehnt hat. Bei der Operation entnimmt der Arzt die komplette Gebärmutter sowie zusätzlich die zur Region gehörigen Lymphknoten und entfernt gegebenenfalls weiteres befallenes Gewebe (z.B. im oberen Scheidenbereich, Halteapparat der Gebärmutter, Eierstöcke). Weiterlesen: Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom): Therapie – Strahlentherapie Das könnte Sie auch interessieren
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