Gebärmutter­entzündung (Zervizitis, Endometritis, Myometritis): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (29. Januar 2014)

Bei einer Gebärmutterentzündung gehört Bettruhe zur Therapie. Bei bakteriellen Ursachen verschreibt der Arzt in der Regel Antibiotika (z.B. Ciprofloxacin, Doxycyclin oder Metronidazol) . Sie töten die verursachenden Bakterien ab.

Treten starke Schmerzen auf, können zusätzlich Schmerzmittel sinnvoll sein – vor allem bei einer schweren Entzündung der Gebärmutterschleimhaut (Endometritis) und einer Entzündung der Gebärmuttermuskulatur (Myometritis). Bei diesen schweren Formen der Gebärmutterentzündung sollte die Therapie im Krankenhaus erfolgen.

Tritt die Gebärmutterentzündung in Zusammenhang mit einer eingesetzten Spirale zur Verhütung auf, entfernt der Arzt diese im Rahmen der Therapie. Nach einer Geburt oder Fehlgeburt verbleiben manchmal Reste des Mutterkuchens (Plazenta) in der Gebärmutter und verursachen eine Gebärmutterentzündung. Nach der Therapie mit Antibiotika schabt der Arzt die Gebärmutter aus, um weitere Entzündungen zu verhindern. Bildet sich die Gebärmutter nach der Geburt beziehungsweise nach der Gebärmutterausschabung nicht richtig zurück, verschreibt der Arzt sogenannte Kontraktionsmittel – also Medikamente, die dafür sorgen, dass sich die Muskulatur der Gebärmutter wieder zusammenzieht – um eine erneute Gebärmutterentzündung zu vermeiden.

Hat sich die Gebärmutterentzündung zum Beispiel auf die Eierstöcke und Eileiter ausgebreitet, eignen sich ebenfalls Antibiotika zur Behandlung.


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