Gebärmutter­entzündung (Zervizitis, Endometritis, Myometritis): Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (29. Januar 2014)

Eine Gebärmutterentzündung ist selten und tritt vorwiegend dann auf, wenn Schleimhautveränderungen im Bereich der Scheide das Aufsteigen von Krankheitserregern in die Gebärmutter begünstigen. Die Entzündungen der Gebärmutter unterteilt man in:

  • Entzündungen des Gebärmutterhalses (Zervizitis)
  • Entzündungen der Schleimhautauskleidung der Gebärmutter (Endometritis)
  • Entzündungen der Gebärmuttermuskulatur (Myometritis)

Anatomie

Am unteren Ende der Gebärmutter ragt der Gebärmutterhals (Zervix) in die Scheide hinein – er verbindet somit die Gebärmutter mit der Scheide. Am Übergang vom Gebärmutterkörper zum Gebärmutterhals befindet sich der innere Muttermund. Der Teil des Gebärmutterhalses am Übergang zur Scheide ist der äußere Muttermund. Dieser bildet eine wichtige Barriere gegen Erreger, die sich in der Scheide befinden. Überwinden die Erreger diese Barriere, kommt es zu einer Entzündung des Gebärmutterhalses (Zervizitis). Wenn es den Erregern gelingt, noch weiter – also über den inneren Muttermund hinaus – bis in die Gebärmutterhöhle vorzudringen, hat dies eine Entzündung der Gebärmutterschleimhaut zur Folge. Der medizinische Fachausdruck für die Schleimhautauskleidung in der Gebärmutter lautet Endometrium – eine Entzündung in diesem Bereich heißt demnach Endometritis.


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