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Gastritis (Magenschleimhautentzündung)

Gastritis (Magenschleimhautentzündung): Diagnose

Stand: 9. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer Gastritis (Magenschleimhautentzündung) weisen die typischen Beschwerden bereits häufig auf die Diagnose hin: Beispielsweise schmerzt besonders bei der akuten Gastritis der Oberbauch, wenn man mit der Hand Druck auf ihn ausübt.

Doch nur die Magenspiegelung ermöglicht eine sichere Gastritis-Diagnose: Hierbei kann der Arzt über das schlauchförmige Endoskop in den Magen schauen und kleine Gewebeproben aus der Schleimhaut entnehmen (Biopsie). Durch den direkten Blick in den Magen sowie durch die feingewebliche Untersuchung des entnommenen Magengewebes lässt sich feststellen, ob es sich tatsächlich um eine Magenschleimhautentzündung handelt. Andere Erkrankungen des Magens wie ein Magengeschwür (Ulcus ventriculi) oder eventuell auch Magenkrebs lassen sich zudem ausschließen.

Auch Blutuntersuchungen (auf Antikörper, Entzündungswerte usw.) und gegebenenfalls Stuhluntersuchungen können zur Diagnose einer Gastritis beitragen.

Da hinter einer Magenschleimhautentzündung häufig eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori steckt, ist es ratsam, bei der Gastritis-Diagnose in Ergänzung zur Magenspiegelung nach diesem Erreger zu fahnden. Dies kann auf verschiedene Arten geschehen:

  • Eine geeignete Methode zum Nachweis von Helicobacter pylori ist der sogenannte 13C-Harnstoff-Atemtest: Dabei nehmen die Betroffenen eine Testmahlzeit zu sich, die mit dem speziellen Kohlenstoffatom 13C markierten Harnstoff enthält (C ist die chemische Bezeichnung für Kohlenstoff). Liegt eine Infektion mit Helicobacter pylori vor, wandeln diese Bakterien den Harnstoff um und setzen dabei 13C-markiertes Kohlendioxid (CO2, eine Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff) frei. Beim 13C-Harnstoff-Atemtest sammelt man das von den Betroffenen ausgeatmete Kohlendioxid in einem Behälter und wertet es aus. So gelingt der Nachweis des Erregers mit hoher Wahrscheinlichkeit. Der Atemtest gilt heute als Standard bei der Nachsorge bereits behandelter bakterieller Magenschleimhautentzündungen.
  • Eine andere Möglichkeit, Helicobacter pylori als mögliche Ursache der Gastritis nachzuweisen, besteht darin, eine Bakterienkultur aus einer entnommenen Gewebeprobe zu züchten.
  • Darüber hinaus kann ein spezieller Test zeigen, ob eine Probe das Enzym Urease und somit Helicobacter pylori enthält.

Weiterlesen: Gastritis (Magenschleimhautentzündung): Therapie

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