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Gasbrand (Gasödem)

Gasbrand (Gasödem): Definition

Stand: 14. Oktober 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Unter Gasbrand (Gasödem) versteht man eine lebensbedrohliche Wundinfektion, die hauptsächlich durch die Bakterienart Clostridium perfringens verursacht wird. Nur in seltenen Fällen entsteht Gasbrand durch andere Bakterienarten, wie

  • Clostridium novyi,
  • Clostridium septicum,
  • Clostridium histolyticum,
  • Clostridium sporogenes oder
  • Clostridium sordellii.

Diese Bakterien bilden Giftstoffe (Toxine) und andere Stoffe, die eine Zerstörung des infizierten Gewebes bewirken. In dem absterbenden Gewebe bildet sich gleichzeitig Gas.

Häufigkeit

Früher war der Gasbrand eine häufige und gefürchtete Erkrankung auf Kriegsschauplätzen und in Krankenhäusern. Erst seit Einführung von Verfahren zur Keimabtötung, wie etwa der Sterilisation und Desinfektion, und der Einführung von Antibiotika ist der Gasbrand selten geworden. Davor geschah es häufig, dass Ärzte den Erreger durch unsterile Geräte in Wunden anderer Patienten übertrugen und diese dadurch infizierten. In Deutschland gab es im Jahr 2000 66 Fälle von Gasbrand. In Entwicklungsländern tritt Gasbrand dagegen häufiger auf.

Meldepflicht

Gasbrand gehört laut Infektionsschutzgesetz zu den meldepflichtigen Erkrankungen

Weiterlesen: Gasbrand (Gasödem): Ursachen

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