Ganglion (Überbein): Was hilft?

Veröffentlicht von: Till von Bracht (25. Februar 2016)

Bei einem Ganglion (Überbein) können Sie ruhig mit der Therapie warten, wenn Sie keine Beschwerden haben, denn: Ganglien können sich spontan (d.h. von alleine) zurückbilden. Wenn Sie Schmerzen haben oder die Funktion Ihres betroffenen Gelenks durch das Überbein eingeschränkt ist, kommen zu Ihrer Behandlung konservative (d.h. nicht-operative) Maßnahmen oder eine Operation infrage.

Konservative Therapie

Wenn das Ganglion (Überbein) keine übermäßigen Schmerzen und Einschränkungen verursacht, erfolgt die Therapie zunächst immer ohne operative Maßnahmen. Diese konservative Therapie umfasst

Wenn Sie ein Ganglion am Handgelenk haben, das kaum Beschwerden verursacht, aber Ihr Handgelenk leicht instabil macht, kann Ihnen Krankengymnastik helfen. Desweiteren bietet sich zur Behandlung eines Ganglions eine Nadelpunktion an – das bedeutet: Der Arzt punktiert das Knötchen, um Flüssigkeit aus dem Ganglion zu entfernen.

Unter Umständen können Sie gegen die Schwellung Kortison gespritzt bekommen. Außerdem besteht bei einem Überbein die Möglichkeit, zur Behandlung Hyaluronidase einzusetzen: Wenn der Arzt diese Verbindung in das Ganglion spritzt, baut sie den Hauptbestandteil der darin enthaltenen Flüssigkeit – die Hyaluronsäure – ab. Nachfolgend zieht der Arzt dann die Flüssigkeit ab.

Operation

Ein Ganglion kann unter Umständen auch operativ entfernt werden. Eine Operation ist dann sinnvoll, wenn konservative Methoden nicht zum gewünschten Erfolg führen oder wenn das Ganglion so starke Beschwerden bereitet, dass eine konservative Behandlung nicht möglich scheint.

Das Ziel der Operation besteht darin, das Ganglion vollständig zu entfernen, wobei der Operateur außerdem die mit der flüssigkeitsgefüllten Kammer bestehende Verbindung zur Gelenkkapsel oder Sehnenscheide verschließt.


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