Ganglion (Überbein): Definition und Häufigkeit

Veröffentlicht von: Till von Bracht (25. Februar 2016)

Ein Ganglion (Überbein) ist eine unter der Haut gelegene und mit klarer, zäher Flüssigkeit gefüllte Kammer (sog. Zyste), die mit der darunterliegenden Gelenkkapsel oder Sehnenscheide verbunden ist. Es bildet ein Knötchen, das etwa die Größe einer Erbse oder Kirsche erreichen kann. Diese Schwellung ist prall-elastisch und meist von außen sichtbar.

Ganglien zählen zu den sogenannten Weichteiltumoren, wobei der Begriff Tumor rein im Sinne einer Schwellung zu verstehen ist: Ein Überbein ist harmlos. Die als Mycin bezeichnete Flüssigkeit im Ganglion besteht überwiegend aus Hyaluronsäure.

Häufigkeit

Das Ganglion (Überbein) bildet sich meist am Handgelenk oder an den Gelenken der Finger; seltener ist ein Ganglion am Knie oder am Fuß zu finden. Entsprechend ist das Überbein der häufigste gutartige Weichteiltumor an der Hand. Ein Ganglion kann einzeln auftreten; es können aber auch an verschiedenen Stellen mehrere Überbeine gleichzeitig entstehen.

Allgemein tritt das Ganglion meist zwischen dem 10. und 50. Lebensjahr auf; seine Häufigkeit nimmt bei jüngeren Menschen zu und ist zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr am höchsten. Frauen sind etwa 3-mal so oft von einem Überbein betroffen wie Männer.


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