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GallensteineGallensteine: VerlaufStand: 18. November 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Gallensteine nehmen meist einen positiven Verlauf. Wurde die Gallenblase entfernt (sog. Cholezystektomie), treten in der Regel keine neuen Gallensteine auf. Bei drei von vier Betroffenen verursachen die Gallensteine im Verlauf keinerlei Beschwerden. Auch sogenannte stumme Gallensteine, die keine Symptome hervorrufen, können im weiteren Verlauf zu Komplikationen führen. Verschließen sie den Gallenblasengang, ist die häufigste Komplikation eine akute Entzündung der Gallenblase (Cholezystitis). Sie entsteht, wenn der Stein den Ausgang der Gallenblase versperrt und die stark konzentrierte Galle nicht abfließen kann. Durch die Galle entstehen Schäden an der Gallenblasenschleimhaut. Aufgrund des Gallenstaus können Bakterien einwandern und eine Infektion der Gallenblase auslösen. Neben den kolikartigen Schmerzen kann zusätzlich Fieber auftreten. Mitunter ist die geschwollene Gallenblase durch die Bauchdecke schmerzhaft tastbar. Verursachen Gallensteine im Verlauf eine akute Gallenblasenentzündung, können sich eitrige Abszesse in der Gallenblase bilden, die als Gallenblasen-Empyeme bezeichnet werden. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass Gallensteine durch die Gallenblasenwand in den Dünndarm oder, in selteneren Fällen, in die freie Bauchhöhle durchbrechen. Größere Steine können, wenn sie in den Darm gelangen, einen Dünndarmverschluss (Gallensteinileus) hervorrufen. Die Schädigung der Gallenblasenwand wird vor allem durch die sogenannte Gallenblasengangrän, die schwerste Form der Gallenblasenentzündung, begünstigt. Da die Gallenflüssigkeit nicht abfließen kann, ist zudem die Gallenblase ständig überdehnt. Wandern die Gallensteine im weiteren Verlauf in den Gallengang (Ductus choledochus) ein und verschließen ihn, kann sich ein sogenannter Verschlussikterus (griech. íkteros = Gelbsucht) entwickeln. Dabei treten die Gallenfarbstoffe, die durch den Verschluss nicht mehr in den Darm abfließen können, vermehrt ins Blut über und verfärben die Körpergewebe gelblich. Vor allem an der Lederhaut (Sklera, das Weiße im Auge) wird diese Gelbsucht sichtbar. Darüber hinaus ein verlegter Gallengang zu einer akuten Entzündung der Gallenwege (Cholangitis) oder einer akuten Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) führen. Treten immer wieder Gallenblasenentzündungen durch Gallensteine auf, verkalkt mitunter die Gallenblasenwand (Porzellangallenblase). Bösartige Gallenblasentumoren können dann leichter entstehen. Weiterlesen: Gallensteine: Vorbeugen Das könnte Sie auch interessieren
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