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Gallensteine: Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. Mai 2015)

Gallensteine können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Bei der Entstehung von Cholesterinsteinen wirken verschiedene innere (endogene) und äußere (exogene) Faktoren zusammen. Voraussetzung ist die Übersättigung der Gallenflüssigkeit mit Cholesterin. Cholesterin ist nicht wasserlöslich und muss deshalb immer von genügend Gallensäuren und Phospholipiden umgeben sein. Im Normalfall beträgt das Verhältnis von Gallensäuren zu Phospholipiden zu Cholesterin in der Galle 70:25:5. Ist dieses Verhältnis gestört, verklumpt das Cholesterin und es bilden sich Gallensteine.

Ein gestörtes Verhältnis von Gallensäuren zu Cholesterin, das die Entstehung von Gallensteinen begünstigt, kann vielfältige Ursachen haben. Ein solches Missverhältnis entsteht zum Beispiel, wenn zu viel Cholesterin vorhanden ist oder zu wenige Gallensäuren. Dann bilden sich mitunter Cholesterinsteine.

Auch verschiedene erbliche oder erworbene Erkrankungen können bei Gallensteinen die Ursachen sein. Pigmentsteine entstehen zum Beispiel durch Krankheiten, bei denen vermehrt Blut abgebaut wird (chronische Hämolyse). In diesem Fall fällt besonders viel Bilirubin als Abbauprodukt des Blutfarbstoffs an, das zu Gallensteinen verklumpen kann.

Viele weitere Faktoren spielen bei der Gallensteinentstehung eine Rolle. Es gibt beispielsweise die sogenannte "6F-Regel":

  • female: Frauen
  • forty: über 40 Jahre
  • fertile: mit mehreren Kindern,
  • fat: Übergewicht
  • fair: und hellem Haar (nordischer Typ) ...

... bekommen besonders häufig Gallensteine. Das sechste „F“ steht für „family“ (Familie), da Gallensteine auch genetische Ursachen haben und familiär gehäuft auftreten können.



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