Gallenblasenkrebs, Gallengangskrebs: Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. Dezember 2014)

Bei Gallenblasenkrebs oder Gallengangskrebs sind der Verlauf und die Heilungschancen insgesamt eher ungünstig, da der Tumor oft erst zu einem Zeitpunkt entdeckt wird, zu dem er sich nicht mehr komplett chirurgisch entfernen lässt. Hauptsächlich hängt die Prognose von der Ausbreitung des Tumors ab. Etwa fünf Prozent der Betroffenen leben nach der Diagnosestellung noch länger als fünf Jahre.

Eine Ausnahme bilden die Patienten, bei denen nach einer operativen Entfernung der Gallenblase (z.B. wegen Gallensteinen) zufällig ein kleiner Gallenblasenkrebs entdeckt wurde, und die keine Metastasen haben. Der bösartige Gallentumor ist somit außerordentlich frühzeitig entfernt worden – daher stehen für diese Patienten die Chancen einer vollständigen Heilung sehr gut.

Die Prognose des Klatskin-Tumors ist besser als die anderer Gallengangskarzinome, da er langsamer wächst, aufgrund seiner Lage früh einen Gallenstau verursacht und somit entsprechend früh entdeckt und entfernt werden kann.

Nachsorge

Die Nachsorge bei Gallenblasenkrebs umfasst weitere Untersuchungen in wachsenden Abständen:

Maßnahme1.-3. Jahr4.-5. Jahrab dem 6. Jahr
Anamnese und Untersuchungvierteljährlichhalbjährlichjährlich
Leberwerte, Sonogrammhalbjährlichhalbjährlichindividuell

Bei Verdacht auf einen Rückfall (Rezidiv) muss in jedem Fall eine Computertomographie durchgeführt werden.

Rehabilitation

Im Anschluss an die Behandlung von Gallenblasenkrebs oder Gallengangskrebs soll eine Rehabilitation im Krankenhaus die Lebensqualität verbessern und sichern. Ob dies im Einzelfall möglich und notwendig ist, entscheidet der behandelnde Arzt. Die Rehabilitation sollte in spezialisierten Tumornachsorgekliniken erfolgen, da hier beste Voraussetzungen für Menschen mit Gallenblasenkrebs und Gallengangskrebs gegeben sind.


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