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Gallenblasenkrebs, Gallengangskrebs

Gallenblasenkrebs, Gallengangskrebs: Diagnose

Stand: 28. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Für die Gallenblasenkrebs- oder Gallengangskrebs-Diagnose spielt die körperliche Untersuchung eine wichtige Rolle. Dabei kann der Arzt in einigen Fällen die vergrößerte Gallenblase unter der Leber ertasten. Manchmal ist auch der Tumor selbst durch die Bauchdecke zu fühlen. Ein deutlicher Hinweis auf das Vorliegen von Gallengangskrebs ist eine schmerzlose Gelbsucht mit tastbar vergrößerter Gallenblase (sog. Courvoisier-Zeichen).

Weitere Untersuchungen haben neben der Bestätigung des Tumorverdachts das Ziel, den Sitz sowie die Ausdehnung des Tumors zu bestimmen. Dazu bieten sich bildgebende Verfahren wie die Ultraschalluntersuchung (Sonographie), die Computertomographie (CT) sowie die Magnetresonanztomographie (MRT, MRC). Mithilfe eines sehr kleinen Ultraschallkopfs kann auch direkt im Gallengang die Ausbreitung des Gallentumors bestimmt werden (intraduktale Endosonographie, IDUS).

Zur Routinediagnostik von Gallenblasenkrebs gehört eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs. Gut zur Entdeckung von Gallengangstumoren geeignet ist die Endoskopische Retrograde Cholangiographie (ERC). Dabei schiebt der Untersucher ein Endoskop über Speiseröhre und Magen in den Zwölffingerdarm vor und spritzt ein Röntgen-Kontrastmittel in die Mündung des Gallengangs ein. Anschließend kann bei einer Durchleuchtung mit einer Röntgenröhre das Gallengangssystem anhand der Kontrastmittelfüllung beurteilt werden. Bei dieser Untersuchung entnimmt der Arzt über das Endoskop auch eine Gewebeprobe zur feingeweblichen Untersuchung unter dem Mikroskop (Biopsie).

Gelingt über eine ERC keine Darstellung der Gallengänge, kann durch die Haut ein größerer Gallengang in der Leber eingestochen und mit Kontrastmittel gefüllt werden (Perkutane Transhepatische Cholangiographie, PTC). Auf Röntgenaufnahmen ist dann die Tumorstelle als Abbruch des kontrastmittelgefüllten Gangs auszumachen.

Falls notwendig, kann im Rahmen der ERC durch die Einlage eines kleinen Metallgitters (Stents) der Gallenabfluss wiederhergestellt werden. Bei der PTC fließt die Galle nach außen ab, was ebenfalls einem Rückstau der Galle in die Leber entgegenwirkt.

Bei der Blutuntersuchung zeigt der Anstieg einiger Blutwerte – alkalische Phosphatase (AP), Gamma-Glutamyl-Transferase (GGT), Bilirubin – den Aufstau von Galle in der Leber an.

Nicht selten entdeckt ein Chirurg Gallenblasenkrebs auch zufällig, wenn er die Gallenblase aus einem anderen Grund, beispielsweise wegen einer Entzündung oder eines Steinleidens, entfernen muss.

Weiterlesen: Gallenblasenkrebs, Gallengangskrebs: Therapie

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