Gallenblasenkrebs, Gallengangskrebs: Ausbreitung (Metastasierung)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. Dezember 2014)

Sowohl der Gallenblasenkrebs als auch der Gallengangskrebs neigen dazu, früh in Nachbarorgane, wie den Zwölffingerdarm und die Bauchspeicheldrüse, einzuwachsen. Lymphknotenmetastasen entstehen vorwiegend in der unmittelbaren Umgebung, aber auch entlang der Bauchschlagader (Aorta). Über die Blutbahn kann es in entfernten Organen und Geweben zur Absiedlung von Tochtergeschwulsten (Metastasen) des Gallenblasenkrebses oder Gallengangskrebses kommen. Besonders häufig sind Lebermetastasen. Es treten aber auch Metastasen in der Lunge und im Bauchfell auf. Eine Metastasierung in die Eierstöcke, die Knochen oder die Milz ist wesentlich seltener. Organe, die von Metastasen des Tumors befallen sind, können schmerzen oder in ihrer Funktion beeinträchtigt sein.

Häufigkeit

Krebserkrankungen der Gallenblase und der Gallengänge sind sehr selten. Sie machen nur etwa ein Prozent aller Krebserkrankungen aus. Im Jahr 2010 erkrankten 5.310 Menschen in Deutschland an einer der beiden Krebsarten, davon 3.070 Frauen und 2.240 Männer. Zu den Betroffenen gehören vorwiegend ältere Menschen jenseits des 70. Lebensjahrs.


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