Gallenblasenkrebs, Gallengangskrebs: Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. Dezember 2014)

Der Gallenblasenkrebs (Gallenblasenkarzinom) ist ein bösartiger (maligner) Tumor, der von der Gallenblasenschleimhaut ausgeht. Gallengangskrebs entsteht aus den Zellen der Gallengänge. Medizinische Synonyme für das Gallengangskarzinom sind "Cholangiozelluläres Karzinom" und "Cholangiokarzinom".

Der sogenannte Klatskin-Tumor ist eine Unterart von Gallengangkrebs, der sich dort entwickelt, wo sich die beiden aus der Leber führenden Gallengänge vereinigen.

Anatomie

Zum Gallengangssystem gehören die innerhalb der Leber gelegenen (intrahepatischen) sowie die außerhalb der Leber gelegenen (extrahepatischen) Gallengänge. Zwei große Gallengänge entspringen aus dem rechten und linken Leberlappen und vereinigen sich vor der Gallenblase zu einem Gang. Gallengangskarzinome, die sich an dieser Gabelung befinden, werden als Klatskin-Tumoren bezeichnet.

Die Gallenblase liegt unterhalb der Leber als sackförmige Ausstülpung des Gallengangs. Die in der Leber gebildete Galle wird in die intrahepatischen Gallenwege abgegeben und, nachdem sie die Leber verlassen hat, in der Gallenblase gesammelt. Die Gallenblase ist acht bis zwölf Zentimeter lang, ihr Fassungsvermögen beträgt zwischen 30 und 50 Milliliter. Aus der Gallenblase gelangt die Galle über den Gallengang (Ductus choledochus) in den Zwölffingerdarm. Vor der Mündung in den Dünndarm, an der sogenannten Papilla vateri, verläuft der Gallengang durch die Bauchspeicheldrüse, wo der Bauchspeicheldrüsengang einmündet.


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