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Gallenblasen­entzündung (Cholezystitis)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (21. Juni 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Bei einer Gallenblasenentzündung (Cholezystitis) die Wand der Gallenblase entzündet. Dies macht sich typischerweise durch Schmerzen im Oberbauch bemerkbar: Teils gehen die Schmerzen vom rechten Oberbauch aus und können bis in die rechte Schulter ausstrahlen. Oft verlaufen die Bauchschmerzen krampfartig: Diese sogenannte Gallenkolik, die meist nach fetten Mahlzeiten auftritt, kann mit Übelkeit und Erbrechen einhergehen.

Daneben kann eine Gallenblasenentzündung weitere Symptome verursachen: Eine schwere Cholezystitis mit entzündlich gereiztem Bauchfell kann dazu führen, dass der Bauch hart wie ein Brett ist (sog. Abwehrspannung des Bauchs). Manchmal lässt sich auch die entzündete Gallenblase ertasten. Unter bestimmten Bedingungen können sich außerdem zunächst die Augen und später die gesamte Haut gelb verfärben (sog. Ikterus).

Kehrt die Gallenblasenentzündung ständig immer wieder auf (sog. chronische Cholezystitis), können die mit ihr verbundenen Beschwerden aber auch leichter ausgeprägt sein oder ganz fehlen.

Häufigste Auslöser für die Gallenblasenentzündung sind Gallenblasensteine: Die Entzündungsreaktion tritt ein, wenn sich die Gallenblasenflüssigkeit durch Gallensteine staut. Dahinter steckt meistens (zu 90%) ein Gallenstein, der den Gallenblasengang (Ductus cysticus) verschließt. Da Frauen öfter Gallensteine haben als Männer, sind sie entsprechend häufiger von einer Cholezystitis betroffen.

Seltenere Ursachen für die Gallenblasenentzündung sind große Bauchoperationen, Infektionen und Unfälle: Eine solche Entzündung der Gallenblase, die ohne Gallensteine entsteht, bezeichnet man als akalkulöse Cholezystitis.

Zur Diagnose der Gallenblasenentzündung kommen neben der körperlichen Untersuchung verschiedene Laboruntersuchungen und bildgebende Verfahren (v.a. eine Ultraschalluntersuchung) zum Einsatz. Die Behandlung der Cholezystitis richtet sich nach deren Ursache. Wenn die galleableitenden Wege offen sind, können Medikamente ausreichen, um die Entzündung zu behandeln. Ist der Gallenblasengang vollständig verschlossen, ist es hingegen ratsam, die Gallenblase schnellstmöglich in einer Operation zu entfernen (sog. Cholezystektomie).

Rechtzeitig erkannt und behandelt heilt die Gallenblasenentzündung meist ohne Komplikationen aus.

Da fast immer Gallensteine für die Gallenblasenentzündung verantwortlich sind, bietet eine Gallensteinprophylaxe auch den bestmöglichen Schutz vor einer Cholezystitis – ratsam ist zum Beispiel:



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