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Gallenblasen- entzündung (Cholezystitis)
Gallenblasenentzündung (Cholezystitis)Gallenblasenentzündung (Cholezystitis): DiagnoseStand: 31. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bei der Gallenblasenentzündung (Cholezystitis) stützt sich die Diagnose auf die vorliegenden Symptome, eine körperliche Untersuchung, Laboranalysen und bildgebende Verfahren. Typische Anzeichen für eine bestehende Gallenblasenentzündung sind Schmerzen im rechten Oberbauch, die oft mit Koliken, Übelkeit und Erbrechen verbunden sind. Bei der körperlichen Untersuchung prüft der Arzt das sogenannte Murphy-Zeichen, das kennzeichnend für die akute Cholezystitis ist: Druck auf die entzündete Gallenblase löst Schmerzen im rechten Oberbauch aus. Selten kann der Arzt bei der Diagnose auch die Gallenblase ertasten. Die Gelbfärbung der Haut (sog. Ikterus), die entsteht, wenn infolge der Gallenblasenentzündung der Gallenfarbstoff Bilirubin den Darm nicht mehr erreicht, ist anfänglich in den Augen zu erkennen; später ist die gesamte Haut gelb gefärbt. Bei Verdacht auf eine Gallenblasenentzündung trägt auch eine Blutuntersuchung zur Diagnose bei: Wenn die Gallenblase entzündet ist, zeigt sich dies anhand bestimmter Blutwerte, die zu den Entzündungszeichen zählen – die Zahl der weißen Blutkörperchen ist erhöht, die Blutsenkungsgeschwindigkeit ist beschleunigt und die Konzentration des CRP (C-reaktives Protein) ist angestiegen. Bei Gallestau sind das Bilirubin und die alkalische Phosphatase erhöht. Begleitend können die Leberwerte (ALAT, ASAT, gGT) bei einer Cholezystitis über dem Normalwert liegen. Standardverfahren in der bildgebenden Diagnostik einer Gallenblasenentzündung ist eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie), bei der eine verdickte Gallenblasenwand mit vermehrter Durchblutung zu erkennen ist. Auch Gallensteine – die häufigsten Auslöser der Cholezystitis – und deren Lage sind im Ultraschall gut zu sehen. Bei einer perforierten Gallenblase oder einem Leberabszess gelingt die Diagnose ebenfalls mithilfe von Ultraschall. Zusätzlich kann eine Computertomographie (CT) zum Einsatz kommen, um Aufschluss über die möglichen Ursachen und Komplikationen der Gallenblasenentzündung zu bekommen. Eine Röntgenuntersuchung ist nicht sinnvoll, da die meisten Gallensteine (über 85 Prozent) nicht im Röntgenbild sichtbar sind. Weiterlesen: Gallenblasenentzündung (Cholezystitis): Therapie Das könnte Sie auch interessieren
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