Gallenblasen­entzündung (Cholezystitis): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (21. Juni 2016)

Eine Gallenblasenentzündung (Cholezystitis) kann der Arzt anhand der vorliegenden Symptome, durch eine körperliche Untersuchung, Laboranalysen und bildgebende Verfahren feststellen.

Bei Verdacht auf eine Gallenblasenentzündung prüft der Arzt zunächst das sogenannte Murphy-Zeichen: Wenn Druck auf die entzündete Gallenblase Schmerzen im rechten Oberbauch auslöst, deutet dies auf eine akute Cholezystitis hin. Selten kann der Arzt auch die Gallenblase ertasten.

Eine Blutuntersuchung kann bei einer Gallenblasenentzündung weitere Hinweise für die Diagnose liefern. Denn wenn die Gallenblase entzündet ist, verändern sich bestimmte Blutwerte, die zu den Entzündungszeichen zählen:

Auslöser einer Gallenblasenentzündung sind meist Gallensteine, die einen Gallestau verursachen. Dann sind zudem die Werte für Bilirubin und die alkalische Phosphatase im Blut erhöht. Begleitend können die Leberwerte (ALAT, ASAT, gGT) bei einer Cholezystitis über dem Normalwert liegen.

Standardverfahren in der bildgebenden Diagnostik der Gallenblasenentzündung ist eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie), bei der eine verdickte Gallenblasenwand mit vermehrter Durchblutung zu erkennen ist. Auch Gallensteine und deren Lage sind im Ultraschall gut zu sehen. Eine sogenannte perforierte Gallenblase, bei der die Wand aufgebrochen ist, oder ein Leberabszess ist ebenfalls im Ultraschall sichtbar. Eine zusätzliche Computertomographie (CT) kann Aufschluss über die möglichen Ursachen und Komplikationen der Cholezystitis geben. Eine Röntgenuntersuchung ist hingegen nicht sinnvoll, da die meisten Gallensteine (über 85%) nicht im Röntgenbild zu erkennen sind.


Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst