Galaktorrhoe (krankhafter Brustmilchausfluss): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. März 2016)

Bei Galaktorrhoe (krankhafter Brustmilchausfluss) richtet sich die Therapie nach der jeweiligen Ursache. Ist der Auslöser der Galaktorrhoe ein Überschuss des Hormons Prolaktin (sog. Hyperprolaktinämie), verordnet der Arzt – je nachdem, welche Ursache dahintersteckt – meist eine medikamentöse Behandlung mit Bromocriptin. Bei diesem Wirkstoff handelt es sich um einen sogenannten Dopamin-Antagonisten. Diese Substanz hemmt die Wirkung des Prolaktins. Bromocriptin wird auch bei einem Prolaktinom (meist gutartiger Hypophysentumor) eingesetzt. Nur selten muss ein solcher Tumor entfernt werden, etwa, wenn eine medikamentöse Behandlung keinen Erfolg zeigt.

Ist die Galaktorrhoe ein Begleitsymptom einer anderen Grunderkrankung, muss diese zielgerichtet therapiert werden. Bei einer Galaktorrhoe infolge einer Brustentzündung umfasst die Therapie beispielsweise Entzündungshemmer oder Antibiotika. Mögliche Abszesse (eitrige Entzündungsherde) öffnet der Arzt chirurgisch, um den Eiter zu entfernen und so die Entzündung zu bekämpfen.

Tritt die Galaktorrhoe aufgrund der Einnahme von bestimmten Medikamenten auf, verschwindet sie wieder, wenn diese abgesetzt werden. Wenn Sie vermuten, dass bei Ihnen ein Medikament die Galaktorrhoe hervorruft, besprechen Sie dies mit dem behandelnden Arzt. Er kann Sie zu möglichen Alternativen beraten.


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