Startseite > Krankheiten > Galaktorrhoe (krankhafter Brustmilchausfluss) > Diagnose
Forenexperte: Dirk Glöckner
Forum Gynäkologie
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Stand: 16. Mai 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei Galaktorrhoe (krankhafter Brustmilchausfluss) ist die Diagnose durch einen Arzt sinnvoll. Dazu erkundigt sich der Arzt zunächst nach den genauen Beschwerden und seit wann sie auftreten (Anamnese). Bei Galaktorrhoe ist zur genauen Diagnose auch die Farbe und Konsistenz des Sekrets wichtig. Außerdem sind für den Arzt Informationen zum Menstruationszyklus und einer möglichen Medikamenteneinnahme entscheidend. Anschließend tastet der Arzt die Brust sorgfältig ab, wobei er auf fühlbare Veränderungen des Brustgewebes achtet.
Bei einer Blutuntersuchung lässt der Arzt die Konzentrationen der Hormone Prolaktin, Östrogen und Gestagen bestimmen. Ebenfalls sind für ihn meist die Schilddrüsenwerte und die Blutwerte anderer Hormone entscheidend, welche ebenfalls auf die Milchbildung einwirken.
Bei Galaktorrhoe setzt der Arzt zur Diagnose oftmals auch bildgebende Verfahren wie Ultraschall (Sonographie) ein. Die Milchgänge kann er mit einer sogenannten Galaktographie kontrollieren. Bei dieser spritzt der Arzt mithilfe eines dünnen Schlauchs ein Kontrastmittel in den Milchgang. Anschließend führt er eineMammographie durch. Dadurch kann der Arzt den Verlauf der Milchgänge erkennen und feststellen, ob die Milchgänge geweitet oder verschlossen sind.
Wenn ein Verdacht auf einen meist gutartigen Tumor im Bereich der Schädelbasis – einen Hypophysentumor, das sogenannte Prolaktinom – als Ursache der Galaktorrhoe besteht, ordnet der Arzt zur Diagnose eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) an.
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