Galaktorrhoe (krankhafter Brustmilchausfluss): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. März 2016)

Bei Verdacht auf Galaktorrhoe (krankhafter Brustmilchausfluss) wird sich der Arzt zunächst nach den genauen Beschwerden erkundigen und wissen wollen, seit wann sie auftreten (Anamnese). Zur genauen Diagnose einer Galaktorrhoe ist auch die Farbe und Konsistenz des Sekrets wichtig. Außerdem wird der Arzt nach dem Menstruationszyklus und einer möglichen Medikamenteneinnahme fragen. Anschließend tastet er die Brust sorgfältig ab, wobei er auf fühlbare Veränderungen des Brustgewebes achtet.

Im Rahmen einer Blutuntersuchung lässt der Arzt die Konzentrationen von Hormonen bestimmen:

  • Prolaktin
  • Östrogen
  • Gestagen

Ebenfalls sind für ihn meist die Schilddrüsenwerte und die Blutwerte anderer Hormone entscheidend, welche ebenfalls auf die Milchbildung einwirken.

Bei Galaktorrhoe setzt der Arzt zur genaueren Diagnose oftmals auch bildgebende Verfahren wie Ultraschall (Sonographie) ein. Die Milchgänge kann er mit einer sogenannten Galaktographie kontrollieren. Dabei spritzt er mithilfe eines dünnen Schlauchs ein Kontrastmittel in den Milchgang. Anschließend führt er eine Mammographie durch. Dadurch kann der Arzt den Verlauf der Milchgänge erkennen und feststellen, ob die Milchgänge geweitet oder verschlossen sind.

Wenn der Mediziner den Verdacht hat, dass ein sogenanntes Prolaktinom – ein meist gutartiger Tumor im Bereich der Schädelbasis – Ursache der Galaktorrhoe sein könnte, ordnet der Arzt zur Diagnose eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) an.


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