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Fußpilz (Tinea pedis)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. Oktober 2015)

© Jupiterimages/Comstock Images

Fußpilz (Tinea pedis) ist hierzulande eine der häufigsten Infektionskrankheiten: Bei 30 bis 70 Prozent aller Deutschen bricht diese entzündliche Pilzerkrankung der Zehenzwischenräume und Fußsohlen mindestens einmal im Leben aus.

Die Auslöser von Fußpilz sind bestimmte Pilze, die nur Haut, Haare und Nägel befallen: sogenannte Dermatophyten. Eine durch diese Hautpilze verursachte Pilzinfektion bezeichnet man allgemein als Tinea oder Dermatophytose. Bei der Tinea pedis, also einer Dermatophytose am Fuß, kann der ursächliche Pilz neben der Fußhaut auch die Zehennägel befallen (sog. Nagelpilz bzw. Tinea unguium).

Wenn Dermatophyten auf die Haut gelangen, kommt es allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen zu Pilzinfektionen: Die Tinea pedis entsteht vor allem in feuchtem Milieu, wie es besonders in den Zwischenräumen der äußeren Zehen herrscht. Schlecht luftdurchlässige Schuhe können ein idealer Feuchtraum für Fußpilz sein. Zudem haben Menschen mit Diabetes mellitus oder Durchblutungsstörungen ein erhöhtes Risiko für Fuß- und Nagelpilz.

Häufig befällt Fußpilz beide Füße gleichzeitig. Oft entzünden sich alle befallenen Hautstellen auf einmal, wenn auch unterschiedlich stark. Typische Symptome für eine Tinea pedis sind:

  • Hautrötung
  • Hautnässen
  • Schuppung der Haut
  • Blasenbildung
  • Juckreiz

In der Regel ist Fußpilz leicht zu erkennen: Zur Diagnose reicht es meist, dass der Arzt sich den Fuß anschaut. Eine Untersuchung von Hautproben mit dem Mikroskop zeigt, welcher Erreger für die Tinea pedis verantwortlich ist. Bei unklarem mikroskopischen Befund ist es nötig, die Probe im Labor genauer zu untersuchen.

Wie bei jedem Hautpilz kommen zur Behandlung der Tinea pedis Antipilzmedikamente (sog. Antimykotika) zum Einsatz. Treten gleichzeitig starke Entzündungen auf, ist es ratsam, diese zuerst zu behandeln – zum Beispiel mit einem speziellen Fußbad. Gegen Fußpilz hilft es außerdem, befallene Hautstellen trocken zu halten: Hierzu geeignet sind Stoffstreifen, die man zwischen die Zehen legt, Puder oder luftdurchlässige Schuhe.

Auch wer einem Fußpilz vorbeugen möchte, sollte seine Zehenzwischenräume trocken halten. Wer häufiger Probleme mit Pilzerkrankungen im Fußbereich hat, kann speziellen Puder für die Füße verwenden, um die Haut zu desinfizieren und trocken zu halten. Außerdem ist es ratsam, verstärkt auf atmungsaktive Fußbekleidung zu achten, um eine Tinea pedis zu vermeiden.

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