Sie befinden sich hier:

Startseite > Krankheiten > Fußpilz (Tinea pedis)

Fußpilz (Tinea pedis)

Stand: 12. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Fußpilz (Tinea pedis) ist hierzulande eine der häufigsten Infektionskrankheiten: 30 bis 70 Prozent aller Deutschen entwickeln diese entzündliche Erkrankung der Zehenzwischenräume und Fußsohlen mindestens einmal im Leben.

Verantwortlich für Fußpilz sind bestimmte Pilze, die Haut, Haare und Nägel befallen: sogenannte Dermatophyten. Eine durch diese Hautpilze verursachte Pilzinfektion bezeichnet man allgemein als Tinea oder Dermatophytose. Bei der Tinea pedis, also einer Dermatophytose am Fuß, kann der ursächliche Pilz neben der Fußhaut auch die Zehennägel befallen (Nagelpilz bzw. Tinea unguium).

Doch nicht immer, wenn Dermatophyten auf die Haut gelangen, kommt es auch zu Pilzinfektionen: Die Tinea pedis entsteht vor allem in feuchtem Milieu, wie es besonders in den Zwischenräumen der äußeren Zehen herrscht. Schlecht luftdurchlässige Schuhe können ein idealer Feuchtraum für Fußpilz sein. Zudem haben Menschen mit Diabetes mellitus oder Durchblutungsstörungen ein erhöhtes Risiko für Fußpilz oder Nagelpilz.

Häufig sind beide Füße gleichzeitig von Fußpilz betroffen. Oft entzünden sich die befallenen Hautstellen gleichzeitig, wenn auch unterschiedlich stark. Typische Symptome für eine Tinea pedis sind:

  • Hautrötung
  • Hautnässen
  • Schuppung der Haut
  • Blasenbildung
  • Juckreiz
Man sieht die Füße einer Frau.
Fußpilz ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten.

Ob Fußpilz vorliegt, erkennt der Arzt in der Regel bereits, wenn er sich den Fuß anschaut. Eine Untersuchung von Hautproben mit dem Mikroskop zeigt, um welchen Fußpilz-Erreger es sich handelt. Bei unklarem mikroskopischen Befund oder um die genaue Pilzart zu bestimmen, ist es möglich, Tinea pedis im Labor genauer zu untersuchen.

Bei Tinea pedis kommen zur Therapie Antipilzmedikamente (sog. Antimykotika) zum Einsatz. Außerdem ist es für eine erfolgreiche Fußpilz-Behandlung von großer Hilfe, befallene Hautstellen trocken zu halten. Dies gelingt mit von Stoffstreifen, die man zwischen die Zehen legt, mit Puder oder luftdurchlässigen Schuhen. Treten beim Fußpilz gleichzeitig starke Entzündungen auf, ist es ratsam, diese zuerst zu behandeln, zum Beispiel mit einem speziellen Fußbad.

Einer Tinea pedis können Sie vorbeugen, indem Sie die Zehenzwischenräume trocken halten. Wer häufiger Probleme mit Fußpilz hat, kann speziellen Puder für die Füße verwenden, um für eine Desinfektion der Haut zu sorgen und sie trocken zu halten. Außerdem ist es ratsam, verstärkt auf atmungsaktive Fußbekleidung zu achten, um Fußpilz zu vermeiden.

Weiterlesen: Fußpilz (Tinea pedis): Definition

Das könnte Sie auch interessieren

Krankheitsgebiete

Krankheitsgebiete

Von A wie Allergien bis Z wie Zahnerkrankungen – hier finden Sie alle Krankheiten nach Krankheitsgebieten sortiert. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Bilderpaarsuche

Bilderpaarsuche

Bilderpaarsuche ist ein Merkspiel, das Sie sicher noch aus Kindertagen kennen. Halten Sie Ihr Gedächtnis in Schwung und spielen Sie hier Bilderpaarsuche online! mehr ...

Weitere Themen:

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.