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Fußpilz (Tinea pedis)

Fußpilz (Tinea pedis): Therapie

Stand: 12. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Hilfe gegen Fußpilz (Tinea pedis) bietet eine Therapie mit einem pilzabtötenden Mittel (sog. Antimykotikum).

Mittel gegen Fußpilz erhalten Sie als Salbe, Creme oder Puder rezeptfrei in der Apotheke. Gängige Wirkstoffe gegen Fußpilz sind Clotrimazol, Econazol, Bifonazol, Terbinafin oder Amorolfin. Wenn nur die Zehenzwischenräume vom Fußpilz befallen sind, reicht in der Regel eine örtliche Behandlung aus. Schlägt die äußerliche Therapie nicht an (z.B. bei einer über die ganzen Fußsohlen ausdehnten Tinea pedis), ist es sinnvoll, die Antipilzmittel nach Absprache mit dem Arzt in Tablettenform einzunehmen.

Wie lange die Fußpilz-Therapie dauert, bis Sie einen Heilungserfolg bemerken, hängt vom eingesetzten Mittel ab. Antimykotika können auf unterschiedliche Arten wirken, sodass die Anwendungsdauer variiert:

  • Fungistatische Antimykotika: Antipilzmittel mit fungistatischen Wirkstoffen wie z.B. Clotrimazol töten den Pilz nicht ab, sondern verhindern, dass er weiter wächst und sich dadurch weiter verbreitet. Denn da sich die Haut ständig erneuert und abgestorbene Hautschuppen abstößt, werden Hautzellen, die vom Pilz befallen sind, ebenfalls nach und nach mit abgestoßen. Wenden Sie das Antipilzmittel lange genug an, ist Ihr Fuß nach einer Weile pilzfrei. In der Regel ist es deshalb nötig, solche Antipilzmittel etwa drei bis vier Wochen zu verwenden.
  • Fungizide Antimykotika: Antipilzmittel mit fungiziden Wirkstoffen wie z.B. Terbinafin töten den Pilz direkt ab; dadurch ist die notwendige Behandlungszeit deutlich kürzer als bei fungistatischen Mitteln.

Tipps zur weiteren Behandlung

Bei Fußpilz (Tinea pedis) ist es neben den Medikamenten für eine erfolgreiche Therapie wichtig, dass Sie Ihre Zehen getrennt und trocken halten. Sinnvolle Tipps zur weiteren Behandlung lauten:

  • Trocknen Sie Ihre Füße inklusive der Zehenzwischenräume immer gründlich ab.
  • Tragen Sie Baumwollstrümpfe und wechseln Sie diese täglich.
  • Waschen Sie die Socken bei 60 Grad Celsius.
  • Tragen Sie nicht zu enge Schuhe und achten Sie auf Schuhe aus möglichst luftdurchlässigen oder atmungsaktiven Materialien.
  • Legen Sie Verband- oder Stoffstreifen zwischen die Zehen – diese nehmen die Feuchtigkeit auf.
  • Desinfizieren Sie alle Gegenstände, die Fußpilz-Erreger verbreiten können (wie Schuhe und Strümpfe) mit einem Antipilzmittel. So können sich die Erreger nicht weiter ausbreiten.
  • Tragen Sie an öffentlichen Orten wie Duschräumen, Schwimmbädern oder im Hotel Badeschuhe.

Weiterlesen: Fußpilz (Tinea pedis): Verlauf

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