Fußpilz (Tinea pedis): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. Oktober 2015)

Hilfe gegen Fußpilz (Tinea pedis) bietet eine Therapie mit einem pilzabtötenden Mittel (sog. Antimykotikum). Die Mittel gegen den Hautpilz erhalten Sie als Salben, Cremes oder Puder rezeptfrei in der Apotheke. Gängige Wirkstoffe gegen die Pilzinfektion sind:

Sind nur Ihre Zehenzwischenräume vom Fußpilz befallen, reicht in der Regel eine örtliche Therapie aus. Wenn – zum Beispiel bei einer über die ganzen Fußsohlen ausdehnten Tinea pedis – die äußerliche Behandlung bei Ihnen nicht anschlägt, ist es sinnvoll, die Antipilzmittel nach Absprache mit dem Arzt in Tablettenform einzunehmen.

Wie lange es dauert, bis Sie merken, dass der Fußpilz dank der Therapie zu heilen beginnt, hängt vom eingesetzten Mittel ab. Die bei Tinea pedis geeigneten Antimykotika wirken auf unterschiedliche Arten, weshalb die Anwendungsdauer variiert:

  • Fungistatische Antimykotika: Antipilzmittel mit fungistatischen Wirkstoffen (wie z.B. Clotrimazol) töten den Fußpilz nicht ab, sondern verhindern, dass er wächst und sich dadurch weiter verbreitet. Denn da sich die Haut ständig erneuert und abgestorbene Hautschuppen abstößt, werden Hautzellen, die vom Pilz befallen sind, ebenfalls nach und nach mit abgestoßen.
    Wenden Sie das Antipilzmittel lange genug an, ist Ihr Fuß nach einer Weile pilzfrei. In der Regel dauert die Behandlung etwa drei bis vier Wochen.
  • Fungizide Antimykotika: Antipilzmittel mit fungiziden Wirkstoffen wie z.B. Terbinafin töten den Fußpilz direkt ab – dadurch ist die notwendige Behandlungszeit deutlich kürzer als bei fungistatischen Mitteln.
    Bei einer leichten Tinea pedis reicht womöglich eine Einmalbehandlung mit einem terbinafinhaltigen Mittel.

Tipps zur weiteren Behandlung

Bei Fußpilz sind für eine erfolgreiche Therapie nicht nur Medikamente ausschlaggebend. Wichtig ist es vor allem, dass Sie Ihre Zehen getrennt und trocken halten, um den Hautpilz loszuwerden. Hilfreiche Tipps zur weiteren Behandlung der Tinea pedis lauten im Einzelnen:

  • Trocknen Sie Ihre Füße einschließlich der Zehenzwischenräume immer gründlich ab.
  • Tragen Sie Baumwollstrümpfe und wechseln Sie diese täglich.
  • Waschen Sie die Socken bei 60 Grad Celsius.
  • Tragen Sie nicht zu enge Schuhe und achten Sie darauf, dass die Schuhe aus möglichst luftdurchlässigen oder atmungsaktiven Materialien bestehen.
  • Legen Sie Verband- oder Stoffstreifen zwischen die Zehen – diese nehmen die Feuchtigkeit auf.
  • Desinfizieren Sie alle Gegenstände, die Hautpilze verbreiten können (wie Schuhe und Strümpfe), mit einem Antipilzmittel: Das Desinfizieren verhindert, dass sich der Fußpilz weiter ausbreitet.
  • Tragen Sie an öffentlichen Orten wie Duschräumen, Schwimmbädern oder im Hotel Badeschuhe.

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