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Furunkel

Veröffentlicht von: Silke Wesemann (05. Februar 2014)

Ein Furunkel entsteht aus einer zunächst oberflächlichen Entzündung eines Haarbalgs, die als kleine rote Pustel mit zentralem Eiterpfropf zu erkennen ist: Dann bildet sich daraus ein druckempfindlicher, schmerzhafter Knoten mit einem Durchmesser von einem halben bis zwei Zentimetern. Je nach Lage kann dies sehr unangenehm sein.

Typischerweise entstehen Furunkel im Gesicht, im Nacken, in den Achselhöhlen, am Po, im Schambereich und am Oberschenkel. Sie können aber auch an jeder anderen Stelle der behaarten Haut auftreten. Während ein Furunkel reift, kommt es in seiner Mitte zum Absterben von Gewebe (sog. Nekrose) und zu einer eitrigen Einschmelzung. Durchbricht der Furunkel die Haut, entleert sich der Eiter – und die Beschwerden klingen ab. Nach der Heilung bleibt eine kleine Narbe zurück.

Die dem Furunkel zugrunde liegende Entzündung hat ihre Ursachen in einer Bakterien-Infektion – meist ist das Bakterium Staphylococcus aureus verantwortlich. Verschiedene Faktoren können die Furunkelbildung zusätzlich begünstigen: beispielsweise ein Diabetes mellitus, sehr eng anliegende und scheuernde Kleidung oder ein unzureichendes Desinfizieren der Haut nach der Rasur.

Wenn sich ein Furunkel bildet, ist vor allem eins wichtig: Den Furunkel keinesfalls ausdrücken! Zur Furunkel-Behandlung sind zum Beispiel desinfizierende Salben und warme Kompressen hilfreich. In manchen Fällen ist es zusätzlich empfehlenswert, gegen Furunkel Antibiotika einzusetzen und den betroffenen Körperteil vorübergehend ruhig zu stellen (dies kann auch Bettruhe bedeuten).

Furunkel sind oft unkompliziert und verursachen neben den örtlichen Schmerzen keine weiteren Probleme. Zwei oder mehr nahe beieinanderliegende Furunkel können jedoch miteinander verschmelzen: Dann entsteht ein großflächigerer Karbunkel, der oft mit stärkeren Beschwerden verbunden ist. Außerdem können Furunkel wiederholt oder schubweise auftreten: In dem Fall liegt eine sogenannte Furunkulose vor.

Der Verlauf von Furunkeln hängt außerdem in hohem Maß von deren Lage ab. Besonders schwerwiegend kann sich ein Furunkel im Gesicht auswirken: Dann kann es zu einer Erkrankung der Augenhöhle (sog. Orbitaphlegmone), einer Hirnvenenthrombose oder einer Hirnhautentzündung (Meningitis) kommen.

Um die Entstehung von Furunkeln zu verhindern und um bei einem schon bestehenden Furunkel die ursächlichen Erreger nicht auf weitere Körperstellen zu übertragen, ist vor allem Hygiene entscheidend.






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