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Fuchsbandwurm, Hundebandwurm

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. Juli 2016)

© Jupiterimages/BananaStock

Fuchsbandwurm und Hundebandwurm sind Würmer, die im Darm ihrer Endwirte (meist Fuchs bzw. Hund) als Parasiten leben. Gelangen ihre Eier in den Körper des Menschen, können sie sich dort zu Larven weiterentwickeln und eine Erkrankung auslösen: die sogenannte Echinokokkose.

Bandwürmer haben einen oder mehrere Zwischenwirte und einen Endwirt, der die Bandwurmeier über den Kot ausscheidet. Normalerweise dienen Nagetiere oder Schafe als Zwischenwirt. Menschen können zum irrtümlichen Zwischenwirt für den Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) und den Hundebandwurm (Echinococcus granulosus) werden, indem sie die Eier zum Beispiel über die Nahrung aufnehmen. Die Larven setzen sich dann überwiegend in Leber und Lunge fest. Die nun entstehende Echinokokkose ist je nach Bandwurm-Art unterschiedlich ausgeprägt.

  • Der Befall durch den Hundebandwurm verursacht beim Menschen eine sogenannte zystische Echinokokkose: Kennzeichnend hierfür sind einzelne große Zysten (Blasen), die sich im Zielorgan bilden und nach und nach gesundes Gewebe verdrängen.
  • Die Larven vom Fuchsbandwurm rufen beim Menschen hingegen eine alveoläre Echinokokkose hervor: Hier entstehen viele kleinere Bläschen (Alveolen), die das Gewebe immer mehr durchsetzen.

Es vergehen oft Jahre, bis ein mit dem Fuchsbandwurm oder Hundebandwurm befallener Mensch Symptome entwickelt. Entsprechend wird die Erkrankung oft nur zufällig entdeckt.

Um den Befall mit dem Fuchsbandwurm oder Hundebandwurm nachzuweisen, sind bildgebende Verfahren wie Ultraschall (Sonographie) oder Computertomographie (CT) geeignet. Bei einer Blutuntersuchung ergeben sich außerdem oft spezifische Antikörper im Blut.

Die gegen Fuchsbandwurm und Hundebandwurm geeignete Behandlung ist vom Krankheitsstadium abhängig: Mit den Wirkstoffen Mebendazol oder Albendazol stehen wirksame Medikamente zur Verfügung. Je nachdem, wie weit die Echinokokkose fortgeschritten ist, kann auch eine Operation erfolgen.

Um die Infektion mit dem Fuchsbandwurm oder dem Hundebandwurm zu vermeiden, ist es ratsam, auf rohe oder ungenügend erhitzte Nahrungsmittel zu verzichten. Außerdem ist es wichtig, im Umgang mit möglichen Endwirten von Fuchsbandwurm und Hundebandwurm (wie Hund, Katze oder Fuchs) auf Hygiene zu achten.



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