Sie befinden sich hier:

Startseite > Krankheiten > FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)

Forum

Seltene Krankheiten

Diskussion und Erfahrungsaustausch im Forum Seltene Krankheiten

Foren-Login

Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)

Stand: 27. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist eine von Viren verursachte Infektionserkrankung. FSME-Viren werden hauptsächlich durch einen Zeckenstich übertragen. Da die Erreger eine Mindesttemperatur von acht Grad Celsius benötigen, um sich zu vermehren, tritt FSME bevorzugt in der wärmeren Jahreszeit auf ("Frühsommer").

In Deutschland sind bis zu 5 Prozent aller Zecken mit dem FSME-Virus infiziert, aber nicht jeder Stich einer infizierten Zecke führt beim Menschen auch zum Ausbruch einer Frühsommer-Meningoenzephalitis. In 70 bis 90 Prozent aller Fälle verläuft eine FSME-Infektion unbemerkt und harmlos, bei 10 bis 30 Prozent treten grippeähnliche Erkrankungen auf. Nur etwa 10 Prozent der Infektionsfälle führen zur "echten" FSME-Erkrankung, die bleibende Schäden des Nervensystems hinterlassen kann. In sehr seltenen Fällen kann die FSME tödlich verlaufen.

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine während der warmen Jahreszeit auftretende Viruserkrankung. Als Enzephalitis bezeichnet man allgemein eine entzündliche Erkrankung des Gehirns. Greift eine solche Gehirnentzündung – wie bei der FSME – auch auf die Hirnhäute (Meningen) über, spricht man von einer Meningoenzephalitis. Wenn zusätzlich noch das Rückenmark (Myelon) befallen ist, liegt eine sogenannte Myelo-Meningoenzephalitis vor.

Ein Nachweis der Frühsommer-Meningoenzephalitis geschieht in erster Linie über spezielle Eiweiße des Abwehrsystems (Antikörper) im Blutserum oder im Nervenwasser. Noch existiert keine Behandlung, die FSME heilt; es lassen sich einzig die Symptome therapieren. Aus diesem Grund empfehlen Experten ausdrücklich, der Krankheit vorzubeugen. Hierzu zählen allgemeine Maßnahmen (z.B. Schutz durch Kleidung oder frühe Zeckenentfernung mit einer Zeckenpinzette), wie auch die FSME-Impfung in FSME-Risikogebieten.

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird zwar hauptsächlich durch Zeckenstiche auf den Menschen übertragen. Es kommen aber auch selten Übertragungen durch virusinfizierte Rohmilch von Ziege oder Schaf vor. Rinder können ebenfalls Träger von FSME-Viren sein. In Osteuropa nimmt die Bedeutung dieses Übertragungswegs über Nahrungsmittel zu. Vor allem in Russland sowie den baltischen Staaten, aber auch in Polen und der Slowakei ist die über die Nahrung erworbene – sogenannte alimentäre – FSME bereits aufgetreten. Eine aerogene Erregerübertragung, also eine Übertragung der Viren über die Atemluft, ist höchst unwahrscheinlich. Von Mensch zu Mensch wird der FSME-Erreger nicht übertragen.

Weiterlesen: FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) : Definition

Das könnte Sie auch interessieren

FSME

FSME

FSME – woran erkennen Sie eine Frühsommer-Meningoenzephalitis und wie können Sie sich schützen? mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Sudoku

Sudoku

Sudoku spielen fördert das logische Denken und die Konzentrationsfähigkeit und hilft Ihnen, Ihr Gedächtnis spielerisch zu trainieren. mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.