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Stand: 27. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einer FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) treten selten Komplikationen auf. In Einzelfällen geht die FSME nach einer ersten fieberhaften, grippeähnlichen Phase in ein zweites Stadium über. Durchschnittlich ist bei zehn Prozent der Erkrankten dieser zweiten FSME-Phase mit Komplikationen zu rechnen, wobei hier vorrangig Erkrankte mit einer Myelo-Meningoenzephalitis (Entzündung von Hirnhäuten, Gehirn und Rückenmark) betroffen sind. Zu den möglichen Komplikationen gehören sowohl Schäden des Nervensystems, vor allem Lähmungen, epileptische Anfälle oder lang andauernde Kopfschmerzen, aber auch psychische Auffälligkeiten, zum Beispiel Intelligenz- und Verhaltensstörungen. Die Komplikationsrate ist bei Kindern wesentlich höher als bei Erwachsenen.
Die Prognose der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) hängt vom Alter des Erkrankten und dem Krankheitsverlauf ab. Die meisten Komplikationen treten bei Kleinkindern auf. Ältere Menschen, bei denen die FSME zusätzlich zu Gehirn und Hirnhäuten auch das Rückenmark befallen hat (Myelo-Meningoenzephalitis), haben die höchste Sterblichkeitsrate. Die durchschnittliche Sterblichkeitsrate der FSME-Erkrankung liegt bei etwa einem Prozent.
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