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Stand: 27. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) wird durch Zeckenstiche auf den Menschen übertragen. Extrem selten sind Übertragungen durch virusinfizierte Rohmilch von Ziege oder Schaf. Rinder können ebenfalls Träger von FSME-Viren sein. In Osteuropa nimmt die Bedeutung dieses Übertragungswegs über Nahrungsmittel zu. Vor allem in Russland sowie den baltischen Staaten, aber auch in Polen und der Slowakei ist die über die Nahrung erworbene – sogenannte alimentäre – FSME bereits aufgetreten. Eine aerogene Erregerübertragung, also eine Übertragung der Viren über die Atemluft, ist höchst unwahrscheinlich. Von Mensch zu Mensch wird der FSME-Erreger nicht übertragen.
Die Zecken nehmen die FSME-Erreger beim Blutsaugen auf und geben sie bei der nächsten Blutmahlzeit an andere Tiere wie Füchse, Rehwild, Vögel oder auch an den Menschen weiter. Da Zecken sich bevorzugt in Sträuchern, dicht stehenden Gräsern sowie im Unterholz bis maximal 1,5 Meter über dem Erdboden aufhalten, ist die Wahrscheinlichkeit, in Laub- und Mischwäldern sowie an Wegrändern, aber auch in Gärten und Parkanlagen gestochen zu werden, besonders hoch. Die jahreszeitliche Häufung der FSME-Infektionen im Frühsommer erklärt sich einerseits aus der gesteigerten Zeckenaktivität (am höchsten von April bis Juli). Andererseits sind dann die Menschen bei ihren Freizeitaktivitäten im Freien leicht(er) bekleidet. Selten kann man auch schon im März oder spät im Oktober an einer Frühsommer-Meningoenzephalitis erkranken.
Die Inkubationszeit, das heißt die Zeit zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit, beträgt bei FSME zwischen 7 und 14 Tagen, kann in Ausnahmefällen aber bis zu 4 Wochen dauern.
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