Frühgeborenen-­Retinopathie (Retinopathia praematurorum, RPM): Vorbeugen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. Februar 2015)

Einer Frühgeborenen-Retinopathie (Retinopathia praematurorum) kann man nicht direkt vorbeugen. Kinder, die vor der 32. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen, haben generell ein erhöhtes Risiko für eine Retinopathia praematurorum. Bei Kindern, die zwischen der 32. und 36. Schwangerschaftswoche geboren werden, steigt das Risiko, wenn sie länger als drei Tage Sauerstoff erhalten – zum Beispiel, wenn sie künstlich beatmet werden müssen. In diesen Fällen ist es wichtig, den Sauerstoffpartialdruck im Blut – also den Sauerstoffgehalt in den Blutgasen – regelmäßig zu kontrollieren.

Seit einigen Jahren kann man schweren Verläufen einer Frühgeborenen Retinopathie mit einem augenärztlichen Screening vorbeugen. Dieses Screening wird bei allen Frühgeborenen, die vor der 32. Schwangerschaftswoche oder mit einem Geburtsgewicht unter 1.500 g zur Welt kommen sind, sowie bei Frühchen, die länger als 3 Tage zusätzlich Sauerstoff erhalten haben, durchgeführt. Dadurch können Ärzte eine Frühgeborenen-Retinopathie frühzeitig erkennen und dann entsprechend behandeln.


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