Frühgeborenen-­Retinopathie (Retinopathia praematurorum, RPM): Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. Februar 2015)

Prognose

Wird die Frühgeborenen-Retinopathie (Retinopathia praematurorum) früh im Verlauf erkannt und behandelt, hat sie eine gute Prognose. Trotzdem handelt es sich bei der Frühgeborenen-Retinopathie um eine lebenslange Erkrankung, denn auch im Jugend- oder Erwachsenenalter können Spätfolgen auftreten: Unter Umständen können Narben in der Netzhaut zurückbleiben, die zu Kurzsichtigkeit führen. Manchmal entsteht in späteren Jahren auch eine sogenannte sekundäre Netzhautablösung – Betroffene können dann erblinden. Auch Schielen (Strabismus) oder krankhafte, schnelle Augenbewegungen (Nystagmus) können als Spätfolgen einer Frühgeborenen-Retionpathie auftreten. Des Weiteren können im Verlauf zum Beispiel folgende Veränderungen auftreten:

  • Pigmentierung der Netzhaut
  • Netzhautfalten
  • Netzhautlöcher
  • Ab- oder krankhafter Umbau von Glaskörper und Netzhaut
  • grüner Star (sog. sekundäres Glaukom)

Nachsorge

Bei einer Frühgeborenen-Retinopathie hilft eine regelmäßige Nachsorge bei betroffenen Frühgeborenen, Komplikationen rechtzeitig zu erkennen und Folgeerkrankungen zu vermeiden.

Alle Kinder, die vor der 32. Schwangerschaftswoche geboren wurden, und Frühgeborene zwischen der 32. und 36. Schwangerschaftswoche mit einer Retinopathia praematurorum sollten deshalb neben den Erstuntersuchungen in den ersten Lebenswochen mindestens bis zum sechsten Lebensjahr regelmäßig von einem Augenarzt untersucht werden.

Bei der Frühgeborenen-Retinopathie ist die Nachsorge so lange nötig, bis die Erkrankung durch die Behandlung deutlich zurückgeht oder bis die Blutgefäße in der Netzhaut vollständig ausgereift sind.


Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst