Frühgeborenen-­Retinopathie (Retinopathia praematurorum, RPM): Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. Februar 2015)

Die Symptome einer Frühgeborenen-Retinopathie (Retinopathia praematurorum) – wie Sehstörungen oder Blutungen – können Neugeborene noch nicht wahrnehmen und auch noch nicht an ihre Umwelt mitteilen. Entscheidend ist deshalb die regelmäßige augenärztliche Untersuchung der Risiko-Frühchen. Dabei erkennt der Augenarzt bei einer Frühgeborenen-Retinopathie Veränderungen an der Netzhaut. Diese können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Die Frühgeborenen-Retinopathie lässt sich anhand der Symptome in fünf verschiedene Schweregrad-Stadien einteilen:

  • Stadium 1: Eine dünne, weiße Linie ist zwischen durchbluteten und nicht durchbluteten Bereichen der Netzhaut erkennbar. Die Linie ist nicht erhaben. Zur Linie zweigen krankhafte Gefäßäste ab. Auch besenreiserartige Gefäße können dorthin ziehen.
  • Stadium 2: Die Netzhaut ist an der in Stadium 1 beschriebenen Grenzlinie nun erhaben und leistenförmig verdickt. Die Leiste erscheint weißlich, kann durch entstandene Kurzschlussverbindungen zwischen Arterien und Venen aber auch stärker durchblutet und deshalb gerötet sein.
  • Stadium 3: Die Leiste ragt weiter hervor und die Gefäß- und Bindegewebeveränderungen greifen auf Bereiche über, die nicht mehr zur Netzhaut gehören. Je nach Ausdehnung muss der Arzt in diesem Stadium entscheiden, ob eine Therapie notwendig ist oder der Befund lediglich weiter kontrolliert werden muss.
  • Stadium 4a: Die Netzhaut ist teilweise abgelöst. Die Makula ("gelber Fleck"), also der Bereich mit der höchsten Sehzelldichte, ist aber nicht davon betroffen.
  • Stadium 4b: Die Netzhaut ist teilweise abgelöst, wobei auch die Makula mit betroffen ist.
  • Stadium 5: Die Netzhaut ist komplett abgelöst. Dabei können im Auge trichterförmige Strukturen oder eine Membran hinter der Augenlinse entstehen.
  • Plus Disease: Vermehrte Schlängelung der Arterien und Aufweitung der Venen im Bereich der Netzhaut am hinteren Augenpol.

Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst