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Flussblindheit (Onchozerkose)

Stand: 2. Juli 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die Flussblindheit (Onchozerkose) ist eine chronische Erkrankung, die durch den Fadenwurm Onchocerca volvulus hervorgerufen wird. Die Erkrankung kommt vor allem in Afrika sowie vereinzelt in Zentral- und Südamerika vor.

Die Fadenwürmer werden durch den Stich der tagaktiven Kriebelmücke, die in der Nähe von Flüssen brütet, auf den Menschen übertragen. Die Larven entwickeln sich dann nach mehreren Monaten im Menschen zu geschlechtsreifen Würmern. Diese nisten sich bevorzugt im Unterhautgewebe ein und führen so zur Bildung von typischen Hautknoten: den sogenannten Onchozerkomen.

Die Larven der Fadenwürmer können sich im Körper ausbreiten, indem sie die Hautschichten entlangwandern. So gelangen sie auch nach Jahren ins Auge, wo sie unbehandelt zur Erblindung führen können. Durch eine Therapie mit dem Wirkstoff Ivermectin lässt sich der Larvenbefall erheblich verringern und die Flussblindheit dadurch aufhalten.

Weiterlesen: Flussblindheit (Onchozerkose): Definition

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