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Stand: 2. Juli 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine Flussblindheit (Onchozerkose) entwickelt sich etwa 3 bis 15 Monate nachdem die Larven der Fadenwurm-Art Onchocerca volvulus über Kriebelmücken auf den Menschen übertragen wurden. Unbehandelt kann der Parasitenbefall im Verlauf zur Erblindung führen.
Als erstes Anzeichen einer Flussblindheit entwickeln sich in der Regel schmerzlose Knoten (Onchozerkome) in der Unterhaut, welche ausgewachsene Fadenwürmer enthalten. Diese produzieren massenhaft Larven (sog. Mikrofilarien), die sich in der Haut verbreiten. Anfangs sind vor allem die Füße und Beine betroffen, nach mehreren Jahren wandern die Mikrofilarien über die Hautschicht in obere Körperregionen, mitunter auch in den Kopf und in die Augen. Abgestorbene Mikrofilarien lösen in den Augen schließlich entzündliche Reaktionen aus, die das Auge erblinden lassen. Bis zur totalen Erblindung können mehrere Jahrzehnte vergehen. Rechtzeitig behandelt kann man die Erkrankung stoppen, nicht jedoch heilen.
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