Flugangst (Aviophobie): Therapie

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (27. April 2015)

Bei Flugangst (Aviophobie) ist eine frühzeitige Therapie für jeden ratsam, der privat und beruflich nicht auf Flugreisen verzichten kann und möchte, denn: Bleibt die Angst vorm Fliegen unbehandelt, neigt sie dazu, sich zu verstärken. So ist es mit der Zeit immer schwieriger, die Flugangst zu überwinden.

Scheuen Sie sich also nicht, bei Flugangst professionelle Hilfe zu suchen – zum Beispiel bei einem Psychiater.

Auf keinen Fall empfehlenswert ist es, ohne ärztliche Anweisung Beruhigungsmittel gegen die Flugangst einzunehmen oder die Flugangst gar mit Alkohol zu bekämpfen. Wie die Behandlung im Einzelnen aussieht, hängt davon ab, wie stark Ihre Aviophobie ausgeprägt ist und welche Bedürfnisse Sie haben.

Entspannungstechniken

Bei Flugangst sind zur Therapie unter anderem Entspannungstechniken empfehlenswert: Gezielte Entspannungsübungen können Ihnen helfen, beim Fliegen keine Angst mehr zu haben, oder zumindest die Symptome der Aviophobie mildern. Fangen Sie vorab an, die Techniken zu trainieren, damit Sie im Bedarfsfall darauf zurückgreifen können.

  • Vor allem die progressive Muskelentspannung nach Jacobson kann dazu beitragen, die Flugangst zu bewältigen.
  • Auch Atemübungen können gegen Flugangst helfen.
  • Hingegen ist autogenes Training nicht immer ein geeignetes Mittel gegen Flugangst, da das Gefühl des Ausgeliefertseins durch die Übungen zunehmen kann.

Kognitive Therapie

Gegen eine Flugangst ist auch eine kognitive Therapie sinnvoll (lat. Kognition = das Erkennen, Wahrnehmen): Deren Ziel ist es, Ihnen zu vermitteln, welche Denkabläufe dazu beitragen, Ihre Aviophobie aufrechtzuerhalten. Haben Sie diese Denkmuster in Zusammenarbeit mit dem Therapeuten aufgedeckt und analysiert, können Sie sie anschließend umstrukturieren, um Ihre Ängste zu überwinden.


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