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Fleckfieber

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (10. Dezember 2014)

© Jupiterimages/BananaStock

Das Fleckfieber, das früher im Volksmund auch als Hunger-, Kriegs- oder Läusetyphus bekannt war, ist eine durch Läuse übertragene, bakterielle Infektionserkrankung.

Ausgelöst wird das Fleckfieber durch eine Infektion mit Bakterien der Gattung Rickettsia. Diese gelangen über befallene Läuse in den menschlichen Körper – zum Beispiel wenn man sich blutig kratzt und Rickettsien aus dem Läusekot in die Blutbahn gelangen.

In Kriegen oder während Hungersnöten herrschen oft schlechte hygienische Verhältnisse. Das fördert Lausbefall. Dementsprechend flammt das Fleckfieber in solchen Krisenzeiten immer wieder auf und es kommt zu einer Vielzahl von Infektionen.

In Deutschland liegen diese Zeiten lange zurück und Fleckfieber-Fälle sind extrem selten – dem Robert Koch-Institut (RKI) wurde im Jahr 2003 die letzte Fleckfieber-Erkrankung gemeldet. Die Erkrankung ist heute vor allem in den Höhenlagen der Tropen und Subtropen verbreitet.

Etwa ein bis zwei Wochen nach der Infektion kommt es zu Symptomen wie:

Bei frühzeitiger Therapie des Fleckfiebers mit Antibiotika ist die Prognose gut. Unbehandelt verläuft ein Fleckfieber mitunter mit schweren Komplikationen. Besonders wenn sich das Gehirn oder der Herzmuskel (Myokarditis) entzünden, kann die Erkrankung lebensbedrohlich werden oder Spätschäden wie Taubheit hervorrufen.

Um dem Fleckfieber vorzubeugen, sollten Sie konsequent hygienische Maßnahmen einhalten und einen Läusebefall vermeiden. Das gilt vor allem dann, wenn Sie sich in Regionen aufhalten, in denen das Risiko für eine Ansteckung erhöht ist. Ein Impfstoff gegen Fleckfieber steht zwar zur Verfügung, es sollten sich jedoch lediglich besonders gefährdete Personen (z.B. Mitarbeiter in Speziallaboren) impfen lassen.

Beim Fleckfieber handelt es sich um eine meldepflichtige Erkrankung. Ein Nachweis der Infektion kann durch eine Blutprobe und einen Antikörpertest erfolgen.

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