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Stand: 25. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Wenn durch Fieber bei Kleinkindern eine Art epileptischer Anfall auftritt, spricht man von einem Fieberkrampf. Vor allem wenn bei einem Baby oder Kleinkind zum ersten Mal ein solcher Krampfanfall auftritt, kann dies die Eltern in Angst und Schrecken versetzen. Fieberkrämpfe bei Kleinkindern sind jedoch meist harmlos.
Fieberkrämpfe treten typischerweise bei sonst gesunden Kindern zwischen dem sechsten Lebensmonat und dem fünften Lebensjahr auf, wenn sie Fieber über 38 Grad Celsius haben. Andere Bezeichnungen für den Fieberkrampf bei Kindern lauten Fraise, Infektkrampf oder auch Infektkrampf. Nach besonderen neurologischen Kriterien unterscheidet man einfache und komplexe Fieberkrämpfe:
Die Diagnose erfolgt ei einem Fieberkrampf anhand der von den Eltern geschilderten Symptome. Dabei ist vor allem bei Verdacht auf einen komplexen Fieberkrampf bei Kleinkindern eine weitere Abklärung erforderlich. Hierzu kommen eine neurologische Untersuchung der betroffenen Kinder, eine Darstellung ihrer Gehirnaktivität durch ein EEG und eine Bestimmung der Laborwerte aus Blut und Hirn-/Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) zum Einsatz. Die Behandlung verläuft stufenweise entsprechend den Symptomen und der Häufigkeit der Anfälle: Ihr Ziel ist es, das Fieber zu senken und durch antiepileptische Medikamente den Krampfanfall akut zu unterbrechen, wenn dieser länger als zwei Minuten anhält. Dieselben Maßnahmen sind auch bei Kindern mit erhöhtem Risiko für wiederholte Fieberkrämpfe als Vorsorge sinnvoll.
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