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Stand: 25. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Der Begriff Fieberkrampf bezeichnet per Definition einen Krampfanfall (epileptischer Anfall) bei Kindern im frühen Kindesalter, der im Rahmen eines fieberhaften Infekts (wenn das Fieber über 38 Grad Celsius steigt) ohne entzündliche Beteiligung des Zentralnervensystems (ZNS: Gehirn und Rückenmark) auftritt. Weitere Bezeichnungen für Fieberkrämpfe bei Kindern sind:
Ein Fieberkrampf bei Kleinkindern kann einfach und harmlos oder komplex und somit kontrollbedürftig sein:
Etwa 2 bis 5 Prozent aller Kinder haben als Baby oder Kleinkind (im Alter von fünf Monaten bis fünf Jahren) mindestens einen Fieberkrampf – mit größter Häufigkeit im 2. Lebensjahr. Etwa jedes dritte betroffene Kind bekommt mehr als einen Krampfanfall – dabei gilt: Je jünger ein Kind bei seinem ersten Fieberkrampf ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für weitere Krampfanfälle.
Ein Fieberkrampf bei Kindern ist mit überwiegender Häufigkeit harmlos: In 80 bis 90 Prozent der Fälle entsteht ein einfacher Fieberkrampf, der kein Vorbote einer Epilepsie ist. Bei dem selteneren komplexen Fieberkrampf beträgt das Risiko einer späteren Epilepsie 3 bis 4 Prozent, in Sonderfällen – wie bei familiärem Vorkommen von Epilepsie, vorbestehender Gehirnschädigung und bestimmten EEG-Veränderungen – jedoch 20 Prozent.
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