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Fibrose (Sklerose)

Stand: 21. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Eine Fibrose (Sklerose) ist eine Organverhärtung oder Gewebeverhärtung infolge einer Neubildung von Bindegewebe. Sklerosen sind kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein Symptom, das in verschiedenen Abwandlungen auftreten und unterschiedliche Ursachen haben kann.

Der eine Sklerose kennzeichnenden verdichteten Gewebestruktur, die infolge einer Vermehrung des Bindegewebes entsteht, liegt immer eine gesteigerte Bildung von Kollagen – einem Hauptbestandteil des Binde- und Stützgewebes des menschlichen Organismus – zugrunde. Die gesteigerte Kollagenbildung tritt im Allgemeinen auf, wenn chronische Entzündungen, Durchblutungsstörungen oder Alterungs- beziehungsweise Verschleißprozesse das Gewebe schädigen. Beispiele hierfür sind chronische Leberentzündungen ( Hepatitis) oder chronischer Alkoholmissbrauch, die eine Fibrose der Leber hervorrufen können, sowie chronische Entzündungen des Lungengewebes bei Lungenkrankheiten, die eine Fibrose der Lunge verursachen können.

Eine Fibrose kann sich je nach betroffenem Organ oder Gewebe durch verschiedene Symptome äußern. Die sklerotisch veränderten Organe oder Gewebe sind durch den hohen Bindegewebsanteil hart, derb und wenig elastisch. Dadurch sind sie teilweise nicht mehr in der Lage, ihre eigentliche Funktion wahrzunehmen. So äußert sich beispielsweise eine Lungenfibrose (pulmonale Fibrose) durch Atemnot, während zu den Anzeichen einer Sklerose der Haut eine Hautverdickung und -schrumpfung sowie Bewegungseinschränkungen gehören. Und eine ausgeprägte Fibrose der Leber kann unter anderem zu Bluthochdruck, einer Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle (sog. Aszites), erhöhter Blutungsneigung oder einer Störung der Hirnfunktion aufgrund der fehlenden Entgiftung des Körpers führen.

Anhand der typischen Gewebeveränderungen ist die Fibrose leicht diagnostizierbar. Die anschließende Behandlung hängt von der Grundkrankheit ab. Sie soll bewirken, dass die Organ- beziehungsweise Gewebeveränderungen nicht weiter fortschreiten – die im Rahmen von Fibrosen bereits erfolgten Umbauprozesse lassen sich nicht mehr rückgängig machen. Die Prognose hängt von den Ursachen der Fibrose und dem rechtzeitigen Therapiebeginn ab: Wenn es gelingt, die Umbauprozesse in den Organen oder Geweben rechtzeitig zu stoppen, ist trotz Sklerose oft ein nicht oder nur wenig eingeschränktes Leben möglich.

Weiterlesen: Fibrose (Sklerose): Definition

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