Fibrose (Sklerose): Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (06. April 2015)

Für eine Fibrose (Sklerose) kommen verschiedene Ursachen infrage. Die für Fibrosen charakteristische Organverhärtung oder Gewebeverhärtung ist die Folge einer vermehrten Bildung von Kollagen. Kollagen ist das mengenmäßig häufigste Eiweiß des menschlichen Körpers und der wichtigste Baustein des Binde- und Stützgewebes. Es besitzt eine sehr geringe Elastizität, das heißt, es ist praktisch nicht dehnbar.

Zum Aufbau des Binde- und Stützgewebes stehen dem menschlichen Organismus verschiedene Kollagentypen zur Verfügung. Kollagen wird in großem Umfang von den verschiedenen Bindegewebszellen gebildet, zum Beispiel

  • in Osteoblasten (aktive Knochenzellen),
  • Chondroblasten (aktive Knorpelzellen),
  • Leiomyozyten (glatte Muskelzellen) und
  • Fibroblasten (aktive Bindegewebszellen).

An der Kollagenproduktion sind verschiedene Enzyme (= Eiweiße, die spezielle Stoffwechselprozesse anstoßen) beteiligt.

Wenn eine Fibrose besteht, ist die Aktivität des Enzyms Lysinhydroxylase gesteigert. Warum sich die Enzymaktivität steigert, ist bisher nicht bekannt. Es steht jedoch fest, dass chronische Entzündungen, Durchblutungsstörungen oder Alterungs- beziehungsweise Verschleißprozesse zu den Ursachen einer Sklerose zählen. So kann eine Fibrose der Leber zum Beispiel durch chronische Leberentzündungen (Hepatitis) oder chronischen Alkoholmissbrauch verursacht werden. Eine Fibrose der Lunge wiederum kann durch eine chronische Entzündung des Lungengewebes entstehen, wie sie von


Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst