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Fibromyalgie (Fibromyalgiesyndrom): Ursachen

Veröffentlicht von: Silke Wesemann (13. Januar 2016)

Für die Fibromyalgie (Fibromyalgiesyndrom) verantwortliche Ursachen sind bisher weitgehend unbekannt. Es ist eine familiäre Häufung der Fibromyalgie zu beobachten, sodass man von einer genetischen Veranlagung ausgeht. Weiterhin können der Fibromyalgie entzündlich-rheumatische Systemerkrankungen, Autoimmunerkrankungen oder virale Infekte vorausgehen. Auch nach zu starker einseitiger Belastung oder Tumorerkrankungen kann es zu einer Fibromyalgie kommen. Möglicherweise können auch Operationen und Unfälle eine Fibromyalgie auslösen, indem die damit zusammenhängenden Schmerzen weiter fortbestehen.

Als mögliche Ursache wird eine Störung des Schmerzgedächtnisses im Gehirn diskutiert, welche die Schmerzen auslöst. Wenn das Gehirn dauerhaft einen Schmerzreiz an eine Nervenzelle signalisiert, kann sich deren Empfindlichkeit so erhöhen, dass sie auch ohne ein Signal aktiv bleibt. Das hat zur Folge, dass der Betroffene dauerhaft Schmerzen verspürt, die aber nicht in den betroffenen Körperbereichen selbst entstehen, sondern aus der gestörten Schmerzverarbeitung im Gehirn resultieren. Das Fehlen von krankhaften Veränderungen oder Entzündungen an den Schmerzpunkten bestärkt diese Vermutung.

Die Fibromyalgie kann sich aufgrund verschiedener Ursachen verschlimmern:

Auch eine von den Betroffenen eingenommene Schonhaltung kann die Schmerzen verstärken. Dadurch nimmt die körperliche Kondition ab, sodass der Körper schneller müde wird. Die daraus resultierende Inaktivität führt dazu, dass Betroffene sich intensiver auf die Schmerzen konzentrieren und sich diese verstärken.

Eine immer wieder zu beobachtende Beziehung besteht zwischen dem Nachtschlaf und der Fibromyalgie. Personen mit Fibromyalgie schlafen meist schlecht, oder aber sie wachen morgens auf und fühlen sich wie "gerädert".



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