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Fettleber (Steatosis hepatis)

Fettleber (Steatosis hepatis): Ursachen

Stand: 18. November 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Einer Fettleber (Steatosis hepatis) können verschiedene Ursachen zugrunde liegen. Sie führen dazu, dass der Körper mehr Fette bildet oder von außen erhält als er abbauen beziehungsweise aus der Leber abtransportieren kann.

Regelmäßiger Alkoholkonsum ist in den westlichen Industrieländern die häufigste Ursache für eine Fettleber. Alkohol schädigt einzelne Bestandteile der Leberzellen, zum Beispiel die Zellmembran. Die Folge davon sind Veränderungen im Stoffwechsel, die die Fettabsonderung (Sekretion) aus den Leberzellen stören. Dies führt dazu, dass sich die Fette in den Leberzellen ansammeln.

Weitere mögliche Ursachen für eine Fettleber sind zum Beispiel bestimmte Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und Morbus Wilson (Störung des Kupferstoffwechsels), Medikamente (z.B. Kortikosteroide und Tetrazykline) und Gifte (z.B. Pilzgifte, chlorierte Kohlenwasserstoffe, Phosphor). Bei einer so entstehenden Verfettung der Leber verändern sich Leberzellen ähnlich wie bei der alkoholbedingten Fettleber.

Die Fettleber hat ihre Ursache auch häufig in Übergewicht (Adipositas). In diesem Fall ist das Gleichgewicht zwischen Zufuhr und Abbau der Fette gestört, weil der Körper über die Nahrung viel mehr Fette beziehungsweise Kohlenhydrate erhält als er benötigt.

Ein weiterer möglicher Auslöser für eine Fettleber ist die Eiweißmangelernährung (sog. Marasmus oder Kwashiorkor), die vor allem in Entwicklungsländern eine große Rolle spielt. Aber auch durch ständige falsche Diät oder Fasten (z.B. bei Magersucht) kann ein Eiweißmangel und nachfolgend eine Fettleber entstehen. Hierbei lagern sich aufgrund des – durch fehlende Aminosäuren – verringerten Eiweißaufbaus im Körper Fette in die Leber ein.

Am Ende einer Schwangerschaft kann sich aus bisher unbekannten Gründen eine sogenannte akute Schwangerschaftsfettleber ausprägen. Diese Form der Fettleber ist sehr selten. Sie ist meist mit einer schweren Schädigung der Leber verbunden und äußerst Ernst zu nehmen.

Gleichfalls sehr selten ist eine akute Leberverfettung beim sogenannten Reye-Syndrom: Dieses Krankheitsbild kann bei Kindern bis zum 15. Lebensjahr nach einen Infekt der oberen Atemwege im Zusammenhang mit der Einnahme salizylsäurehaltiger Medikamente auftreten. Neben der Fettleber ist es durch eine akute Hirnschädigung gekennzeichnet und geht mit einer hohen Sterblichkeitsrate einher.

Weiterlesen: Fettleber (Steatosis hepatis): Symptome

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