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Fersensporn (Kalkaneussporn)

Fersensporn (Kalkaneussporn): Therapie

Stand: 4. November 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Konservative Behandlung

Ein Fersensporn (Kalkaneussporn) macht nur dann eine Therapie nötig, wenn er Beschwerden bereitet. Schwerpunktmäßig kommt gegen einen Fersensporn eine konservative (d.h. nicht-operative) Behandlung zum Einsatz. Häufig reicht es schon, den Fersensporn durch Entlastung zu behandeln. Welche Maßnahmen für Sie die beste Hilfe bedeuten, hängt davon ab, wo sich Ihr Kalkaneussporn befindet:

  • Plantarer Fersensporn: Ist ein hinterer unterer Fersensporn für Ihre Beschwerden verantwortlich, können Sie ein Fersenkissen mit Locheinlage über der druckempfindlichen Stelle tragen. Dies lindert die Schmerzen. Zusätzlich sind bei einem plantaren Fersensporn bei Bedarf Einlagen (Locheinlagen) sinnvoll, die das Längsgewölbe des Fußes unterstützen und entlasten.
  • Haglund-Exostose: Bereitet Ihnen ein solcher hinterer oberer (dorsaler) Fersensporn Probleme, erreichen Sie bereits durch einen Wechsel Ihrer Schuhe Besserung. Verzichten Sie bei einem oberen Fersensporn auf zu starres Schuhwerk und vermeiden Sie Schuhe, die auf Höhe des Sporns abschließen.

Reichen diese Maßnahmen nicht aus, um die mit dem Fersensporn einhergehenden Beschwerden zu lindern, stehen für die konservative Behandlung folgende Therapiemöglichkeiten zur Verfügung:

  • Physikalische Maßnahmen: Hilfe bei einem Fersensporn bietet eine physikalische Therapie in Form von Kälte- und Wärmebehandlung sowie einer örtlichen Ultraschallbehandlung.
  • Medikamente: Für die medikamentöse Behandlung beim Fersensporn eignen sich Salbenverbände. Zum Einsatz kommen meist Lokalanästhetika- und Kortikoid-Gemische, das heißt die Salbe enthält Kortison und Mittel zur örtlichen Betäubung. Sie ist im Bereich des Muskelansatzes aufzutragen. Daneben kann Ihnen der Arzt ein entsprechendes schmerzstillendes und entzündungshemmendes Gemisch aus einem Glukokortikoid (z.B. Dexamethason) und einem Mittel zur örtlichen Betäubung (z.B. Procain) direkt an Ihren Kalkaneussporn zu spritzen.
  • Stoßwellentherapie: Energiereiche Ultraschallwellen (sog. extrakorporale Stoßwellen) regen Blutgefäße zum Wachstum an und lindern die Entzündung. Außerdem tragen sie Kalkablagerungen ab. Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine solche Stoßwellentherapie bei einem Fersensporn bisher in der Regel nicht.

Operation

Bei einem Fersensporn (Kalkaneussporn) ist für eine erfolgreiche Therapie in der Regel keine Operation notwendig. Nur wenn Ihnen die konservativen Maßnahmen gegen den Fersensporn nach mindestens neun bis zwölf Monaten noch keine Besserung verschafft haben, ist eine operative Behandlung in Erwägung zu ziehen. Bei der Operation trägt der Operateur den Kalkaneussporn mit einem Meißel ab und entfernt ein Stück des Sehnenstrangs.

Es ist ratsam, dass Sie bei einem Fersensporn vor einer Operation alle Möglichkeiten der nicht-operativen Behandlung ausschöpfen, denn: Die Operation birgt das Risiko in sich, dass sich Narben bilden, die zu anhaltenden Schmerzen führen. Darum ist es wichtig, die zur konservativen Fersensporn-Behandlung eingesetzten Einlagen von einem erfahrenen Ortho-Schuhmacher sorgfältig anpassen zu lassen.

Weiterlesen: Fersensporn (Kalkaneussporn): Verlauf

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