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Feigwarzen (Condylomata acuminata), HPV

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. April 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Feigwarzen sind zwar in der Regel nicht gefährlich – aber meist lästig. Die durch humane Papillomaviren (HPV) ausgelösten Warzen entwickeln sich fast immer im Genitalbereich und sind ansteckend.

Feigwarzen – von Ärzten auch Condylomata acuminata oder spitze Kondylome genannt – gehören zu den Geschlechtskrankheiten. Zusammen mit anderen durch HPV verursachten Genitalwarzen zählen Feigwarzen weltweit zu den häufigsten durch Viren ausgelösten sexuell übertragbaren Krankheiten.

Meist steckt man sich mit Feigwarzen beim Geschlechtsverkehr an, aber auch eine Infektion über gemeinsam benutzte Gegenstände wie Handtücher ist möglich.

Schematische Darstellung von Feigwarzen am Penis.

Feigwarzen (Condylomata acuminata) am Penis

Feigwarzen können entstehen, wenn humane Papillomaviren über kleinste Verletzungen in Haut oder Schleimhaut eindringen: Typischerweise treten die Condylomata acuminata an den Schamlippen, der Scheide und am Penis auf – daher auch die Bezeichnung Genitalwarzen. Feigwarzen können sich aber auch in Harnröhre, Analkanal, Enddarm und in seltenen Fällen am Gebärmutterhals entwickeln.

Viele Menschen bemerken gar nicht, dass sie Feigwarzen haben: Oft rufen Condylomata acuminata nur geringe bis keine Symptome hervor. Die flachen kleinen Knötchen, die sich Wochen bis Monate nach der Infektion mit HPV bilden, sind leicht zu übersehen.

Feigwarzen können unterschiedlich behandelt werden, so zum Beispiel mithilfe von speziellen Cremes und Lösungen, die auf die Warzen aufgetragen werden. Außerdem kann der Arzt durch HPV bedingte Hautveränderungen wie Feigwarzen mithilfe von Vereisung, Elektrotherapie und per Laser entfernen. Selten heilen Condylomata acuminata auch ohne Therapie ab.

Humane Papillomaviren werden in verschiedene Typen eingeteilt – einige von ihnen sind mit einen erhöhten Risiko für bösartige Veränderungen verbunden. Ärzte unterscheiden

  • Low-Risk-Typen von
  • High-Risk-Typen.

Während von Low-Risk-Typen ein geringes Krebsrisiko ausgeht, ist das Risiko bei High-Risk-Typen eher hoch.

Feigwarzen entstehen in der Regel durch humane Papillomviren vom Low-Risk-Typ, und zwar durch die Typen 6 und 11. Nur seltenen Fällen breiten sich Condylomata acuminata aus und entwickeln sich zu bösartigen Tumoren. Meist liegt dann zusätzlich zur Infektion mit den Low-Risk-Typen eine Infektion mit High-Risk-Typen vor.

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