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Stand: 31. Januar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Feigwarzen (Condylomata acuminata) liegen Infektionen mit einem bestimmten Virus namens HPV (humanes Papillomavirus) als Ursachen zugrunde. Dieser Erreger gehört zur Familie der Papillomaviren. Deren verschiedene Vertreter verursachen jeweils nur bei ganz bestimmten Tieren warzenartige Geschwulste (sog. Papillome), die dazu neigen, zu entarten. Ein humanes Papillomavirus ist demnach nur bei Menschen Auslöser von solchen Geschwulsten, zu denen die Feigwarzen zählen. Weltweit sind mehr als 100 unterschiedliche HPV-Typen bekannt. Die Einteilung dieser Erreger erfolgt – je nachdem, wie hoch das mit ihnen verbundene Krebsrisiko ist – in HPV-Typen mit geringem Risiko (sog. Low-Risk-Typen) und in HPV-Typen mit hohem Risiko (sog. High-Risk-Typen). Entsprechend können HPV-Infektionen je nach ursächlichem Erreger neben Feigwarzen auch andere Veränderungen der Haut und Schleimhaut hervorrufen – sowohl im Genitalbereich (insgesamt sind über 30 HPV-Typen die Ursachen für Genitalwarzen) als auch an anderen Körperstellen. Die für folgende Warzen verantwortlichen humanen Papillomaviren gehören zu den Low-Risk-Typen:
Die für Feigwarzen (Condylomata acuminata) verantwortliche HPV-Infektion hat ihre Ursachen in kleinsten Verletzungen (Mikroverletzungen) von Haut und Schleimhaut. Die Übertragung der Erreger kann auf verschiedenen Wegen erfolgen; vorwiegend kommt es beim Geschlechtsverkehr zur HPV-Infektion. Aufgrund dieser überwiegend sexuellen Übertragung der humanen Papillomviren zählen Feigwarzen zu den Geschlechtskrankheiten (sexually transmitted diseases, STD). Entsprechend haben junge, sexuell aktive Erwachsene ein besonders hohes Risiko für eine Ansteckung mit Feigwarzen. Rauchen und die Antibabypille begünstigen eine HPV-Infektion.
Weitere mögliche Ursachen für eine HPV-Übertragung sind gemeinsames Baden oder mit dem Erreger verunreinigte Gegenstände. Außerdem kann sich ein Kind während der Geburt mit HPV infizieren, wenn die Mutter Feigwarzen hat. Die Viren dringen bei einer HPV-Infektion über Mikroverletzungen in die Zellen der Epithelien ein und vermehren sich in deren Zellkernen. Die Feigwarzen entwickeln sich innerhalb von drei Wochen bis zu acht Monaten nach der Infektion.
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