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Fazialisparese (Gesichtslähmung)

Fazialisparese (Gesichtslähmung): Diagnose

Stand: 23. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer Fazialisparese (Gesichtslähmung) erfolgt die Diagnose anhand der Lähmungserscheinungen der Gesichtsmuskeln, die im Versorgungsgebiet des Gesichtsnervs (= Fazialisnerv bzw. Nervus facialis) liegen: In der Regel tritt die eine Fazialisparese kennzeichnende Gesichtslähmung halbseitig auf. Erste Hinweise auf die möglichen Ursachen ergeben sich durch die genaue Erhebung der Krankheitsgeschichte (Anamnese).

Um das Ausmaß der Fazialisparese zu untersuchen, können bei der Diagnose verschiedene Tests zum Einsatz kommen: Eine Geschmacksprüfung gibt Auskunft, ob die Geschmacksnervenbahn von der Fazialislähmung betroffen ist. Der sogenannte Schirmer-Test gibt Aufschluss über den Tränenfluss. Dazu legt der Arzt nach der Betäubung der Bindehäute einen schmalen Filterpapierstreifen in das Unterlid jeden Auges. So lässt sich im Seitenvergleich ein verminderter Tränenfluss feststellen.

Um im Rahmen der Diagnose festzustellen, warum es zu der Gesichtslähmung kam, klärt der Arzt zunächst die häufigsten Gründe für eine Fazialisparese ab. Dazu ist eine Blutentnahme nötig, zum Beispiel um einen Diabetes mellitus, eine Borreliose, eine Infektion mit dem Herpes-simplex-Virus, dem Varicella-Zoster-Virus und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) als Ursache für die Gesichtslähmung auszuschließen.

Bei einer Fazialisparese kann die Diagnostik auch Röntgenaufnahmen des Schädels umfassen, um Brüche und knöcherne Veränderungen, die die Nervenfunktion beeinträchtigen können, zu zeigen. Mithilfe der Elektromyographie (EMG), einer Methode zur Messung der elektrischen Ströme im Muskel, sind außerdem mögliche Störungen der Nervenleitung feststellbar. Bei der Fazialisparese lässt sich der Lidschlussreflex (Orbicularis-oculi-Reflex) nicht auslösen. Um eine Beteiligung anderer Hirnnerven an der Gesichtslähmung auszuschließen, prüft der Arzt bei der Diagnose deren Funktion ebenfalls.

Im Einzelfall sind zur Diagnose weitere Spezialuntersuchungen, wie die Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) nötig, um einen Hirntumor als Auslöser der Fazialisparese auszuschließen. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Rückenmarksflüssigkeit auf Krankheitserreger zu untersuchen (sog. Liquoruntersuchung).

Weiterlesen: Fazialisparese (Gesichtslähmung): Therapie

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