Startseite > Krankheiten > Fazialisparese (Gesichtslähmung) > Definition
Stand: 23. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Der Begriff Fazialisparese (Gesichtslähmung) bezeichnet per Definition eine Lähmung der Gesichtsmuskulatur im Versorgungsgebiet des Gesichtsnervs: Fazialis ist die Kurzbezeichnung für den Gesichtsnerv (= Nervus facialis bzw. Fazialisnerv), Parese ist eine Schwäche oder teilweise Lähmung eines Muskels oder einer Muskelgruppe. Meistens ist keine Ursache für die teilweise (partielle) Gesichtslähmung feststellbar; in diesen Fällen liegt eine sogenannte idiopathische Fazialisparese vor.
Der Fazialisparese liegt eine Nervenschädigung zugrunde, die zentral (d.h. im Gehirn liegend) oder peripher (d.h. am Rand befindlich) sein kann: Die periphere Fazialisparese ist die Folge einer direkten Schädigung des Gesichtsnervs, während die sogenannte zentrale Fazialisparese (bzw. zentrale faziale Parese) auf eine Schädigung innerhalb des Gehirns zurückzuführen ist. Bei einer Gesichtslähmung mit zentraler Ursache ist der Gesichtsnerv selbst also nicht geschädigt.
Die periphere Fazialisparese (Gesichtslähmung) weist mit größter Häufigkeit keine erkennbare Ursache auf. Diese sogenannte idiopathische Fazialisparese, die man – nach dem Londoner Arzt Charles Bell – auch als bellsche Lähmung (engl.: Bell's Palsy) bezeichnet, tritt jedes Jahr bei etwa 7 bis 32 von 100.000 Menschen auf. Mit steigendem Lebensalter nimmt die Häufigkeit zu. Außerdem ist während der Schwangerschaft das Risiko, eine idiopathische Fazialislähmung zu entwickeln, fast um das Dreifache erhöht.
Weiterlesen: Fazialisparese (Gesichtslähmung): Definition – Nervus facialis
Von A wie Allergien bis Z wie Zahnerkrankungen – hier finden Sie alle Krankheiten nach Krankheitsgebieten sortiert. mehr ...
Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...
Wir erfüllen die afgis-Transparenzkriterien. Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheits-informationen.
Wir befolgen den HONcode-Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen. Kontrollieren Sie dies hier.
Onmeda zählt zu den zertifizierten Gesundheitswebseiten nach den Medisuch-Kriterien.
© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.