Fatigue bei Krebs: Weitere Auslöser

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. März 2015)

Fatigue bei Krebs hat ihre Ursachen nicht nur im Tumor und seiner Behandlung – das Erschöpfungssyndrom kann viele weitere Gründe haben – zum Beispiel die psychischen Auswirkungen der Krebserkrankung: Bösartige Tumoren bedeuten in der Regel eine andauernde, schwere seelische Belastung, die Stress, Angst und Depressionen verursachen kann. So ist der Umgang mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung für die meisten Menschen eine extreme Herausforderung, die Angst vor dem Sterben und Hoffnung auf Heilung gleichermaßen auslöst. Dies führt zum Beispiel zu Schlafstörungen, die zur Müdigkeit beitragen.

Häufig ist auch eine Mangelernährung an der Entstehung der Fatigue beteiligt: Als Ursachen hierfür kommen die oft bei Krebs herrschende Appetitlosigkeit und eine behandlungsbedingt eingeschränkte Nahrungsaufnahme (z.B. nach Magen-Darm-Operationen) infrage.

Auch Medikamente (z.B. Schmerzmittel) können als Nebenwirkung müde machen und so zur Fatigue bei Krebs beitragen. Weitere mögliche Auslöser der anhaltenden Erschöpfung sind vermehrte Infektionen sowie Begleiterkrankungen: Der Krebs selbst und die Krebstherapie machen anfälliger für Infektionen, in deren Folge die Energiereserven abnehmen. Und auch viele chronische Erkrankungen – wie Nervenerkrankungen (z.B. Morbus Parkinson, multiple Sklerose) oder Schilddrüsenfunktionsstörungen – verursachen eine starke Müdigkeit.

Chronisches Erschöpfungssyndrom (Chronic-Fatigue-Syndrom, CFS)

Eine Fatigue bei Krebs kann auch ohne erkennbare Ursachen monate- bis jahrelang nach Abschluss der Krebsbehandlung bestehen bleiben. Von der Fatigue bei Krebs ist das chronische Erschöpfungssyndrom (bzw. Chronic-Fatigue-Syndrom, CFS) abzugrenzen, das andere Ursachen hat.

Die genauen Ursachen des Chronic-Fatigue-Syndroms sind unbekannt. Als Auslöser für ein chronisches Erschöpfungssyndrom kommen beispielsweise seelische Probleme, Stoffwechselstörungen oder ein gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus infrage.


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