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Fatigue bei Krebs

Fatigue bei Krebs: Therapie

Stand: 31. März 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei Fatigue ist der erste Schritt der Therapie ein Beratungsgespräch mit dem behandelnden Arzt. Dabei werden die Betroffenen ausführlich über Fatigue bei Krebs informiert. Für Angehörige ist es erfahrungsgemäß eine große Hilfe, den Grund für die wiederkehrenden Erschöpfungszustände und seelischen Verstimmungen bei den Betroffenen zu kennen, um besser damit umgehen zu lernen.

Die Therapie der Fatigue besteht aus der ursachenspezifischen und der symptomatischen Behandlung. Zur ursachenspezifischen Therapie gehört die Beseitigung körperlicher Hintergründe der Fatigue. Hierzu zählen zum Beispiel die Blutarmut sowie Organ- und Hormonveränderungen. Verschiedene Medikamente wie Schlaf- oder Schmerzmittel oder Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen können zusätzlich Fatigue verursachen. Bei starken Fatigue-Beschwerden ist es möglich zu prüfen, ob eine Verringerung der Dosis oder eine Umstellung der Medikamente sinnvoll sind.

Die symptomatische Therapie umfasst verschiedene Strategien, um die Beschwerden zu lindern. In einigen Fällen werden stimulierende oder antidepressive Medikamente eingesetzt. Der Wirkungseffekt ist jedoch noch nicht eindeutig geklärt. Körperliche Bewegung in Form leichten Ausdauertrainings hat häufig positive Auswirkungen. Die weit verbreitete Vorstellung, Personen mit Krebs sollten sich schonen, führt bei vielen zu anhaltendem Bewegungsmangel mit einer Abnahme der Muskelmasse und der Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems. Leichte körperliche Belastung kann diesen Effekten entgegenwirken, wobei regelmäßiges Gehen, Joggen, Radfahren oder Schwimmen besonders zu empfehlen sind. Lediglich bei Fieber, Knochenmetastasen oder Mangelernährung ist ein Bewegungstraining nicht empfehlenswert.

Treten Schlafstörungen im Rahmen der Fatigue auf, kann eine Änderung der Schlafgewohnheiten den Zustand verbessern. Auch eine Schlafanalyse gibt Aufklärung über die Ursachen der Schlafprobleme. Falls trotz allgemeiner Maßnahmen weiterhin Schlaflosigkeit besteht, können Schlafmitteln verschrieben werden. Auf keinen Fall ist es ratsam, solche Mittel auf eigene Faust einzunehmen, da sich Schlafstörungen langfristig eher verschlimmern.

Verhaltenstherapie und Stressreduktion können Schlafstörungen positiv beeinflussen. Lassen sich die Symptome der Fatigue nur unzureichend behandeln, ist es hilfreich, ein Fatigue-Tagebuch zu führen. Dadurch können bestimmte Aktivitäten gezielt in den Tagesablauf eingeplant und zu Zeiten durchgeführt werden, in denen die Leistungsfähigkeit am größten ist.

Weiterlesen: Fatigue bei Krebs: Verlauf

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